Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst in Trier
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OPENING 

18/17/16/15/14/13/12/11


OPENING 14   Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst




Freitag 7. - Sonntag 9. Februar 2014 TUFA Kultur- & Kommunikationszentrum Trier 

Zeitgenössische Musik und Klangkunst nahe zu bringen, Brücken zu schlagen zwischen alter und neuer, zwischen östlicher und westlicher Musik, zwischen Kontemplation und Experiment ist und bleibt das Ziel: "Die Seele berühren!" so der Anspruch der Festivalmacher.
Opening14 bietet ein Programm, in dem einerseits Bewährtes vertreten ist wie auch völlig Neues: Die Klangkunstausstellung OPEN-EXPO wird durch eine Studentengruppe von Prof. Peter Kiefer für Klangkunst und Komposition an der Uni Mainz realisiert. Der 12-stimmige Chor aus Du?sseldorf: Anima Mundi singt Werke zeitgenössischer und alter Chormusik und das Eröffnungskonzert "STIMMUNG" von Karlheinz Stockhausen, eines der bedeutsamsten Werke Ende der 60er Jahre , wurde durch ein 6-köpfiges Gesang-Ensemble speziell fu?r das Festival einstudiert. Die fernöstliche Position ist erstmalig durch traditionelle und Neue Musik aus Korea fu?r Zither und Sanduhrtrommel vertreten. Ein Tuba-Konzert mit dem Virtuosen Melvyn Poore, alte und neue Blockflöten-Musik mit ungewöhnlichen Instrumenten, gespielt von Lucia Mense, aus der Klangküche des 20. Jht.: Sonatas und Interludes von John Cage, für präpariertes Klavier mit Roland Techet, sowie Ludus Globuli, ein Planspiel von Bernd Bleffert nach einer Idee des Nikolaus von Kues runden das Festival ab. "OPENING für Schüler" bietet 2 Konzerte, einen Workshop für Grundschulkinder und zum ersten Mal ein Tanzworkshop mit Hannah Ma zur "TELEMUSIK" von Karlheinz Stockhausen.


Eine Veranstaltung der TUFA und der Stadt Trier. Mit freundlicher Unterstu?tzung des Ministeriums fu?r Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland Pfalz, der Nikolaus-Koch-Stiftung sowie der Kulturstiftung der Sparkasse Trier. In Kooperation mit der Gesellschaft fu?r Aktuelle Klangkunst Trier e.V., der Hochschule für Musik Mainz an der Johannes Gutenberg Universität sowie dem Gutenberg- Lehrkolleg der Universität Mainz und dem Medienpartner OPUS Kulturmagazin

Schirmherr: Walter Schumacher, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft,
Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz

Künstlerische Leitung: Bernd Bleffert und Thomas Rath




Programmübersicht:


Freitag | 7. Februar | 18:00Uhr | 2.OG.
Eröffnung des Festivals und der Klangkunstausstellung OPEN-EXPO
Eine Realisation der Klangkunst-Klasse Prof. Peter Kiefer, Hochschule fu?r Musik / Mainz

Freitag | 7. Februar | 19:00 Uhr | Großer Saal
"STIMMUNG" 1968 von Karlheinz Stockhausen
Eines der herausragendsten Werke des westlichen Obertongesangs

Freitag | 7. Februar | 21:00 Uhr | Großer Saal
Counterpoint mit Lucia Mense
Wie man den Flöten die Töne beibringt

Freitag | 7. Februar | 22:30 Uhr | Großer Saal
"Sonatas und Interludes” von John Cage
Aus der Klangku?che des 20. Jht: Kleinode fu?r präpariertes Klavier.



Samstag | 8. Februar | 18:00 Uhr | Angela Merici Gymnasium
Anima Mundi
Ein Chor erfordert Kontemplation

Samstag | 8. Februar | 20:00 Uhr | Großer Saal
Tuba Solo mit Melvyn Poore
Die Befreiung eines Blasinstruments

Samstag | 8. Februar | 21:30 Uhr | Großer Saal
"ZEIT NEHMEN".... Traditionelle und Neue Musik aus Korea
Für Zither und Sanduhrtrommel mit Sunhwa Lee und Insoo Kim

Samstag | 8. Februar | 23:00 Uhr |
Ad Hoc
Ein improvisierter Abschluss in die Nacht



Sonntag | 9. Februar | 12:00Uhr | Großer Saal
Telemusik von Karlheinz Stockhausen
Ein Anspruch zur elektronischen Weltmusik
Showing aus dem Tanz-Workshop mit Jugendlichen von Hannah Ma

Sonntag | 9. Februar | 18:00Uhr | Angela Merici Gymnasium
LUDUS GLOBULI Bernd Bleffert
Musikalisches Planspiel nach einer Vorgabe des Nikolaus von Kues
Für 3 Sänger, Laienchor, 4 Instrumentalisten,1 Schlagzeuger, und Kugelspieler






Programm:


Freitag | 7. Februar | 18:00Uhr | 2.OG.

Begrüßung durch den Schirmherrn Walter Schumacher, Staatssekretär im Ministerium fu?r Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz und den Wirtschafts- und Kulturdezernenten der Stadt Trier Thomas Egger



Eröffnung des Festivals und der Klangkunstausstellung OPEN-EXPO
Eine Realisation der Klangkunst-Klasse Prof. Peter Kiefer, Hochschule fu?r Musik / Mainz




Freitag | 7. Februar | 19:00 Uhr | Großer Saal

"STIMMUNG" 1968 von Karlheinz Stockhausen
Eines der herausragendsten Werke des westlichen Obertongesangs



"Gewiß ist STIMMUNG meditative Musik. Die Zeit ist aufgehoben. Man horcht ins Innere des Klanges, ins Innere des harmonischen Spektrums, ins Innere eines Vokales, ins Innere. Feinste Schwebungen - kaum Ausbru?che - alle Sinne sind wach und ruhig. In der Schönheit des Sinnlichen leuchtet die Schönheit des Ewigen." So beschrieb Stockhausen seine Komposition selbst.
6 Sänger sitzen im Kreis. Bis auf eine Lampe ist der Konzertraum nicht erleuchtet. Zunächst beginnt der Bass sehr leise den Grundton zu singen. Allmählich kommen die anderen Sänger hinzu, bis sich am Schluss ein Akkord, bestehend aus Grundton und dessen Obertönen der Naturtonreihe, etabliert. ...Fortan ist es die Aufgabe der Sänger, durch gezielt eingesetzte Schwebungen und Variationen, diesen Akkord immer wieder zu verstimmen und schließlich wieder rein zu stimmen...Es entstehen - fu?r den Zuhörer scheinbar aus dem Nichts kommend - ganze Obertonmelodien, die wie ein Flirren, ohne konkret auszumachende Quelle, u?ber dem von den Sängern durchgehaltenen Akkord schweben.

Irene Kurka, Sopran 1 / Julia Mihaly, Sopran 2 / DominiqueAline Bilitza, Alt / Ansgar Eimann, Tenor 1 / Martin Lindsay, Tenor 2 / Martin Wistinghausen, Bass





Freitag | 7. Februar | 21:00 Uhr | Großer Saal

Counterpoint mit Lucia Mense
Wie man den Flöten die Töne beibringt

Counterpoint ist ein spannendes Programm der Kontrapunkte: Blockflöte und Elektronik, Barock und Moderne. Die in Köln lebende Musikerin Lucia Mense präsentiert alte und neue Werke fu?r Blockflöten - so wie dieses Instrumente selten zu hören und auch zu sehen sind - u.a. von Johann S. Bach: "Allemande” aus der Partita a-moll, Steve Reich: "Vermont Counterpoint” fu?r Sopran-, Tenor-, Bassblockflöte und Tonband, Kotoka Suzuki: "While Ripples enlace” fu?r Tenorblockflöte und Elektronik oder Fausto Romitelli: "Seascape” fu?r eine neu entwickelte, riesige Kontrabassblockflöte.



Freitag | 7. Februar | 22:30 Uhr | Großer Saal

"Sonatas und Interludes” von John Cage
Aus der Klangku?che des 20. Jht: Kleinode für präpariertes Klavier.



Die "Sonatas and Interludes" für präpariertes Klavier gehören zu den beliebtesten Kompositionen John Cages. Der radikal veränderte Klang des Instruments fasziniert das Publikum immer wieder neu und fordert vom Pianisten auch einige Vorarbeit. Diese komplexen Kleinode sind, im Gegensatz zu manchen späteren Werken Cage`s, exakt notiert und bis ins kleinste Detail festgelegt. Zwischen den Saiten des Flu?gels stecken Schrauben und Bolzen, Radiergummis und Plastikteilchen. Das klingt mal wie Harfe, mal wie Gamelanmusik, mal wie Gurgeln oder Japsen. . Sonatas and Interludes so John Cage: "sind ein Versuch, die ‚immerwährenden Empfindungen’ der indischen Traditionen in Musik auszudru?cken: das Heroische, das Erotische, das Wunderbare, das Fröhliche, Kummer, Furcht, Zorn, Abscheu und ihre gemeinsame Tendenz hin zur Ruhe."



Freitag | 8. Februar | 18:00 Uhr | Angela Merici Gymnasium

Anima Mundi

Ein Chor erfordert Kontemplation



Anima Mundi ist ein Kammerchor mit 12 professionellen SängerInnen, der sich in Du?sseldorf zusammengefunden hat, um das A Capella Repertoire des Mittelalters, der Renaissance und des 20.bzw.21. Jahrhunderts zu pflegen. Unter der Leitung des renommierten Dirigenten, Pianisten und Komponisten Roland Techet fu?hren sie im Atrium des Angela Merici Gymnasiums die Responsorien des schillernden Don Carlo Gesualdo aus dem 16.Jht.. Daneben Werke des 1988 verstorbenen Italieners Giancinto Scelsi und 12 stimmige, fu?r Anima Mundi geschriebene Chorstu?cke der in Du?sseldorf lebenden Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim auf. So stehen sich sehr verschiedene Welten in einem Konzert gegenu?ber, die aber in ihren jeweiligen Ansatz gemeinsame Quellen haben. Leitgedanke aller Werke und auch des Chores Anima Mundi tiefstes Bedu?rfnis ist Kontemplation.




Samstag | 8. Februar | 20:00 Uhr | Großer Saal

Tuba Solo mit Melvyn Poore
Die Befreiung eines Blasinstruments



Die Tuba, dieses imposante, in seiner extremsten Form bis zu 20meter lange Instrument,wird durch Melvyn Poore in einer Art und Weise aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt wie selten! Der u?berall in Europa gefragte Musiker, Komponist und Improvisator spielt neben Stu?cken von zeitgenössischen Komponisten wie Nicolaus A. Huber und Hannes Seidl auch eigene Werke und erzeugt, teilweise unterstützt durch Elektronik, einen Klangkosmos, den man diesem Instrument aus gewohnter Perspektive niemals zutraut.




Samstag | 8. Februar | 21:30 Uhr | Großer Saal

"ZEIT NEHMEN".... Traditionelle und Neue Musik aus Korea
Für Zither und Sanduhrtrommel mit Sunhwa Lee und Insoo Kim



Traditionelle, koreanische Musik mit ihren 3000Jahre alten Wurzeln, ist immer noch im Westen eine große Unbekannte. Durch ihre Fremdheit, wie Tonskalen, Rhythmik und auch den Umgang mit der Spannung zwischen Aktion und Innehalten, bietet sie die Möglichkeit die Bru?cke zur zeitgenössischen Musik zu schlagen und den Hörer in ihren Bann zu nehmen. Das Spiel von Sunhwa Lee und Insoo Kim auf der Geomungo genannten Zither und der sanduhrförmigen Doppelfelltrommel Changgu lässt ein uralte Tradition aufleben, indem sie der Zeit in der uns sonst so fließend Erscheinenden, davon Eilenden, einen neuen Stellenwert gibt.




Samstag | 8. Februar | 23:00 Uhr |

Ad Hoc
Ein improvisierter Abschluss in die Nacht



mit Musikern des Festivals...im 2. OG oder anderswo!
Überraschung!




Sonntag | 9. Februar | 12:00Uhr | Großer Saal

Telemusik von Karlheinz Stockhausen
Ein Anspruch zur elektronischen Weltmusik

Showing aus dem Tanz-Workshop mit Jugendlichen von Hannah Ma



In "Telemusik" schuf Stockhausen 1966 in einer Synthese europäischer, lateinamerikanischer, afrikanischer und asiatischer Klänge "eine Art elektronische Weltmusik, welche die ganze Erde, alle Länder und Rassen" einschließen sollte!

In dem Tanz-Projekt "Telemusik" fu?r Jugendliche geht es um die Verbindung von Stockhausens Komposition mit intuitivem Hören und körperlichem Erfassen von Musik , um Raum und Ton und dessen Überschneidung im tanzenden Körper. In der Recherche werden die Jugendlichen gemeinsam mit Hannah Ma erforschen, wie sie die Musik hören und interpretieren wollen und können und dieses in Form von strukturierter Improvisation in einem Showing präsentieren.




Sonntag | 9. Februar | 18:00Uhr | Angela Merici Gymnasium

LUDUS GLOBULI Bernd Bleffert
Musikalisches Planspiel nach einer Vorgabe des Nikolaus von Kues

Für 3 Sänger, Laienchor, 4 Instrumentalisten,1 Schlagzeuger, und Kugelspieler



Nikolaus von Kues (1401-1464) hat in einem genialen Spiel eine konkav eingeschnittene Kugel verwendet, die, lässt man sie rollen, keine gerade Bahn mehr zu ziehen in der Lage ist sondern einer Spiralform folgt und dadurch ein Ziel nicht direkt anvisiert werden kann. Die Komposition LUDUS GLOBULI benutzt die Spielfläche mit konzentrischen Kreisen und einem Zentrum und schafft durch eine zusätzliche Teilung in 12 Segmente eine Partitur mit verschiedenen Parametern. Der Wurf der Kugel erzeugt stets neue Kombinationen, die von den Instrumentalisten aufgenommen und an 3 Chorgruppen weitergeleitet werden. Durch immer neue, nicht vorhersehbare Konstellationen ist von allen Akteuren größte Aufmerksamkeit, Spontaneität und Improvisationsfähigkeit gefordert.

Martin Sons / Cello, Ulrich Phillipp / Kontrabass, Martin Speicher / Klarinetten, Markus Eichenberger / Klarinetten, Thomas Rath / Klangregie, Bernd Bleffert / Kugelspieler, Thorsten Gellings / Schlagwerk, Irene Kurka / Sopran, Eva-Marie Gemeinhardt / Mezzosopran, Alexander Schmitt / Bass, Chor-Mitglieder von " Quarter past seven" u. andere









OPENING für Schüler:



"Telemusik"
Workshop Tanz und Neue Musik für Jugendliche
mit Hannah Ma

In dem Tanz-Projekt "Telemusik" geht es um die Verbindung von Stockhausens Komposition mit intuitivem Hören und körperlichem Erfassen von Musik , um Raum und Ton und dessen Überschneidung im tanzenden Körper. In der Recherche werden die Jugendlichen gemeinsam mit Hannah Ma erforschen, wie sie die Musik hören und interpretieren wollen und können und dieses in Form von strukturierter Improvisation in einem Showing präsentieren.Im Workshopverlauf werden sie verschiedene zeitgenössische Tanz-, Release- und Improvisationstechniken kennenlernen.
Workshop: ca. 20 Stunden an Wochenenden nach Absprache; Anmeldung unter: hannah.ma@gmx.de




Samstag | 8. Februar + Sonntag | 9. Februar | 10:00 bis 11:30 Uhr 
"Kitchenmusic"
Workshop experimentelle Musik fu?r Kinder ab 6 Jahren
mit Ute Völker - Anmeldung erforderlich

Es zischt, es kocht, es klappert, es ru?hrt, es schlägt der Besen: Hexensabath in der Einbauku?che! Zwei Tage wird die Ku?che - naja vielmehr ihre Gerätschaften - zum Klanglieferant, um mit vertrauten Geräuschen musikalische Delikatessen zu zubereiten, die gewu?rzt sind mit einer Priese "exotischer" Sounds aus dem Ku?chenlabor. Alle möglichen und unmöglichen Ku?chenobjekte sind herzlich willkommen: Topf, Schneebesen, Ru?hrlöffel und Mixer, jede Gabel und Schu?ssel wird zum Instrument!
Kursgebu?hr 16€, - Anmeldung: TUFA 718 2412 oder 2419




Freitag | 7. Februar | 11:00 Uhr 
Dschungelfieber   
oder: Was haben ein Gorilla und eine Flöte gemeinsam?- Anmeldung erforderlich
Musikstunde und Blockflöten-Konzert fu?r Schu?ler der Klassen 1 bis 4
mit Lucia Mense

Vom Dschungel, dem Spaß und auch der Mu?he des Erbsen-Pflu?ckens und den Walen im Ozean erzählt die Musikerin Lucia Mense. Mit dabei: mindestens 10 verschiedene Blockflöten und viele Überraschungen...

Freitag | 7. Februar | 12:30 Uhr 
Counterpoint - Anmeldung erforderlich
Musikstunde und Konzert fu?r Oberstufe
mit Lucia Mense

Counterpoint ist eine spannende Musikstunde moderner Musik. Die in Köln lebende Musikerin Lucia Mense präsentiert Werke fu?r Blockflöten - so wie diese Instrumente selten zu hören und auch zu sehen sind - von Luciano Berio: "Gesti” fu?r Tenorblockflöte, Steve Reich: "Vermont Counterpoint" fu?r Sopran-, Tenor-, Bassblockflöte und Tonband, Fausto Romitelli : "Seascape" fu?r eine neu entwickelte, riesige Kontrabassblockflöte und Ned Mc Gowan: "Workshop" fu?r Altblockflöte und Elektronik.




OPEN-EXPO
Austellung internationaler Klangkunst

7.Februar bis 27. Februar 2014

Ein "offener" Klangraum
Projekte der Klangkunst-Klasse der Hochschule fu?r Musik Mainz (Leitung Prof. Peter Kiefer)



Studenten der Klangkunst-Klasse der Hochschule fu?r Musik Mainz entwickeln im Rahmen der Open-Expo eigens fu?r die Räume der Tufa Klangkunst-Installationen, die speziell auf den Raum abgestimmt sind und thematisieren so u.a. seine Geschichte der Galerie als Tuchfabrik. Andere Arbeiten beschäftigen sich mit Visionen von Kindern der benachbarten Tufatopolis. Ein Klangraum wird durch ein Kugel-Relief definiert, eine Installation nimmt ökologisch Stellung zum Thema Plastik und eine Saiteninstallation lädt zur direkten Interaktion ein. Weiterhin werden Projekte zum Thema Stimme zu hören sein, die in Kooperation mit der Kunsthochschule Mainz entstehen:
Alles in Entwicklung - ein Experiment - ein "offener"-Klangraum …........

Nathalia Grotenhuis; Nicola Hein; Winona Lin; Ketevan Scheipner; Melanie Windl u.a.

Freitag | 7.Februar | 18:00 Uhr im 2.OG
Vernissage und Festivaleröffnung

Donnerstag | 27. Februar | 19:00Uhr
Finissage und Kunstsalon


Kunstsalon & Finissage OPEN-EXPO



Donnerstag | 27. Februar |19:00 Uhr 2. OG
Moderation & Leitung: Rainer Breuer


Ein "offener" Klangraum - Projekte der Klangkunst-Klasse der Hochschule fu?r Musik Mainz (Leitung Prof. Peter Kiefer)

Nathalia Grotenhuis; Nicola Hein; Winona Lin; Ketevan Scheipner; Melanie Windl u.a.

Dier KünstlerInnen der Ausstellung OPEN-EXPO stellen sich dem Gespräch mit Moderator Rainer Breuer und dem Publikum. Es wird eine Klangperformance geben und gefeiert wird auch: Ohne Karnevalsmusik, aber mit Sekt und Wein, denn gleichzeitig ist dieser Kunstsalon auch Finissage der Ausstellung.






Weitere Details im Programmheft (pdf >>) OPENING 14

 



Künstler/VITAE


Johann Sebastian Bach *21.März1685 in Eisenach; †28. Juli 1750 in Leipzig war ein deutscher Komponist sowie Orgel- und Klaviervirtuose des Barock. Er gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker, vor allem für Berufsmusiker ist er oft der größte Komponist aller Zeiten. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen. Zu Lebzeiten wurde Bach als Virtuose, Organist und Orgelinspektor hoch geschätzt, allerdings waren seine Kompositionen nur einem relativ kleinen Kreis von Musikkennern bekannt. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in Vergessenheit und wurden kaum noch öffentlich aufgeführt. Nachdem die Komponisten der Wiener Klassik sich mit Teilen von Bachs Werk auseinandergesetzt hatten, begann mit der Wiederaufführung der Matthäus-Passion unter Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahre 1829 die Bach-Renaissance in der breiten Öffentlichkeit. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gehören seine Werke weltweit zum festen Repertoire der klassischen Musik.

Dominique Aline Bilitza studierte künstlerischen Gesang und Gesangspädagogik an den Musikhochschulen in Mannheim und Köln. Sie gastierte am Nationaltheater Mannheim, der Oper Dortmund, den städtischen Bühnen Münster und auf der Ruhrtriennale, wo sie z. B. 2009 in Arnold Schönbergs "Moses und Aron" unter der Regie von Willy Decker zu sehen war. Für mehrere Spielzeiten war sie außerdem Ensemblemitglied der Jungen Kammeroper Köln sowie der Opernwerkstatt am Rhein, wo sie u.a. als Mercedes in "Carmen"zu sehen war. Konzertreisen führten sie nach Afrika, Polen, Spanien, Slowenien, Tschechien, Österreich und in die Schweiz, wo sie u.a. bei den Salzburger Festspielen und dem Lucerne Festival zu hören war.
Während eines Südamerikaaufenthaltes im Jahre 2008 konzertierte sie im Goethe- Institut Montevideo, Uruguay, sowie mit dem Vokalensemble "De Profundis", Montevideo, mit dem sie auch stimmbildnerisch arbeitete. Mit verschiedenen Ensembles, wie z. B. dem WDR Rundfunkchor Köln, ChorWerk Ruhr und dem Orpheus Vokalensemble spielte sie zahlreiche Cd und Rundfunkaufnahmen ein. Seit 2010 ist sie außerdem regelmäßig als freie Mitarbeiterin des SWR Vokalensemble Stuttgart tätig.
Sie konzertierte bereits mit Dirigenten wie Helmuth Rilling, Marcus Creed, Rupert Huber, Sylvain Cambreling und Michael Gielen. Als Solistin im kirchenmusikalischen Bereich ist sie außerdem regelmäßig zu hören mit Werken wie Bachs Weihnachtsoratorium und Kantaten, Mozarts Requiem und verschiedenen Messen. Intensiv beschäftigt sie sich auch mit den Werken der Neuen Musik und gastierte in diesem Zusammenhang als Solistin, Ensemblesängerin und Darstellerin auf Festivals wie der Ruhrtriennale, "Utopie jetzt!" Mülheim a.d. Ruhr, Festival Eclat Stuttgart oder "Acht Brücken" Köln. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet Dominique Aline Bilitza außerdem als freie Gesangspädagogin in Köln und absolviert eine Ausbildung als
Yogalehrerin.

Bernd Bleffert: Schlagzeuger und Klangkünstler; 1955 in Altenahr geboren; lebt und arbeitet in Trier; entwickelt seit 1990 eigene Schlagwerke sowie damit verbundene neue Spieltechniken, Improvisationskonzepte und Kompositionen; Mitbegründer des Ensembles für experimentelle Musik: TONWERKE TRIER;  Konzerte als Solist und in verschiedenen Ensembles; Workshops für improvisierte Musik; Klangobjekte und raumbezogene Klanginstallationen.

John Cage wurde am 5. September 1912 in Los Angeles, Kalifornien, geboren und starb am 12. August 1992 in New York. Er studierte Geisteswissenschaften am Pomona College. Zu seinen Kompositionslehrern zählten Henry Cowell und Arnold Schönberg. Cage war gewähltes Mitglied der National Academy und des Institute of Arts and Letters der USA und wurde sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa mit zahllosen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Er erhielt Kompositions- aufträge von den bedeutendsten Konzertveranstaltern der Welt und nahm bis zuletzt an vielen Veranstaltungen aktiv teil.Die stimulierende Wirkung, die Cages Werk auf die Musik und Kunst des 20. Jahrhunderts ausübte, und die Folgen seines Schaffens können kaum ermessen, geschweige denn kritisch beurteilt werden. Unbestritten ist, daß die Entwicklungen in der Musik unserer Zeit ohne Berücksichtigung seiner Musik und seiner Ideen nicht verstanden werden können. Die Erfindung des präparierten Klaviers und seine Arbeit mit Schlaginstrumenten führten ihn zur Entdeckung und Erforschung einzigartiger und faszinierender Möglichkeiten, die zeitliche Dimension von Musik zu strukturieren. Er ist allgemein anerkannt als Initiator und führende Figur auf dem Gebiet der indeterminierten Komposition mit Hilfe von Zufallsoperationen.

Jeong Dae-seok is a performer contributing in introducing the Geomungo which is less known than the Gayageum to the public, by newly infusing contemporary sentiments and tastes to the traditional bases. As an outstanding Geomungo performer, based on his veteran experiences, he has done much to spread the Geomungo, which was kept aloof among the noble people in the Joseon period, to the general public. He is a traditional music performer with a clear sense of duty as he has lived in his life with the Geomungo as both a performer and originator. Although it is true that there are more Geomungo performers in number than in the past, not many have expanded their fields into the creative sector. Jeong Dae-sok was early to start creating Geomungo music and did his best to fill it with Korean spirit and sentiments, pulled out from his deepest abyss. In this sense, the Geomungo performer Jeong Dae-seok has ceaselessly so sought to perfect himself, and is an artist who has maintained his stance as a faithful and responsible traditional music performer.
He was the concertmaster and leader of the KBS Korean Traditional Music Orchestra, and is currently professor of Korean music at Seoul National University, member of the Seoul-akhoe(music association) and head of Dongbo-akhoe, the Society for Geomungo Research. In 2003 he received the grand prize award at the KBS Traditional String Music Award, and won the 2nd Korean Composition Award.

Markus Eichenberger * 1957. Lebt in Zürich und Menzberg .Klarinettist, Improvisator, Klanginstallateur, Komponist, Musiklehrer. Improvisationsworkshops. Improvisierte Musik seit 1977 in verschiedensten Gruppen und Projekten. Seit 1982 Soloprojekte. Mehrere Platten und CD-Produktionen. Konzerte in ganz Europa. Radio- und Fernsehsendungen. Produktionsbeiträge von Stadt und Kanton Zürich, Kuratorium des Kanton Aargau, Pro Helvetia und mehreren Stiftungen. Kompositionspreis des WDR (92), Prix Cultura der Kiwanis-Foundation (98) sowie Kompositionsauftrag der Stiftung Pro Helvetia für DOMINO (2000). Preis 2004 des Vereins Wirtschaft und Kultur, Willisau.

Der Dirigent und Bariton Ansgar Eimann studierte an der Kölner Musikhochschule Chorleitung bei Prof. Marcus Creed sowie Schulmusik mit Hauptfach Klavier bei Prof. Arbo Valdma. Zusätzlich absolvierte er ein privates Gesangsstudium bei Lia Montoya-Palmen sowie bei Prof. Reinhard Becker. Nachdem er einen Lehrauftrag für Chordirigieren an der Friedrich-Schiller-Universität Jena inne hatte, leitete Ansgar Eimann mehrere Chöre im Rheinland. Seine Kenntnisse der Chormusik vertiefte er als Mitglied verschiedener Ensembles wie dem Kammerchor Stuttgart, der Gächinger Kantorei Stuttgart, dem ChorWerkRuhr, der Nederlandse Bachvereniging, dem Klangforum Heidelberg und anderen. Ansgar Eimann ist Gründungsmitglied der Kölner Vokalsolisten, einem Ensemble, das sich insbesondere Werken des 20. und 21. Jahrhunderts widmet. Zum Repertoire des Ensembles zählen Berios "Canticum novissimi testamenti", Kreneks "Lamentatio Jeremiae Prophetae", Stockhausens "Mikrophonie II", Terzakis' "Gesänge der Liebe und des Todes" sowie Uraufführungen von Hendrik Albrecht, Peter Bares, Michael Langemann, Michael Ostrzyga. Ansgar Eimann ist Kantor und Organist der Alt-Katholischen Gemeinde in Bonn und hat einen Lehrauftrag an der Musikwissenschaftlichen Fakultät der Uni Bonn inne.
 
Thorsten Gellings: Geboren 1983 in Heidelberg, erster Schlagzeugunterricht im Alter von 6 Jahren. Diverse Preise bei JugendMusiziert. Mitglied des Sinfonischen Blasorchesters Baden-Württemberg und des Bundesjugendorchesters. Ab 2000 Studium an der Mannheimer Musikhochschule bei Prof. Dennis Kuhn. Mehrere Preise und Stipendien. Konzerte im In- und Ausland als Solist oder Orchester- musiker. Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Gerd Albrecht oder Sylvain Cambreling.Intensive Beschäftigung mit Neuer Musik und zahlreicheUraufführungen.

Die Mezzosopranistin Eva-Marie Gemeinhardt studiert seit 2008 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Gesangsklasse von Prof. Kai Wessel.Meisterkurse absolvierte sie bei Edda Moser und Anja Harteros.Neben ihrer Tätigkeit als Konzertsängerin wirkt sie in verschiedenen Ensembles,wie dem Kölner Kammerchor und Chorwerk Ruhr mit. Durch künstlerische Impulse von Christoph Prégardien und Michael Gees angeregt gestaltet sie außerdem Liederabende mit ihrer Liedpartnerin Hedda Skurka-Ballmann. Erste Bühnenerfahrungen im Bereich der Oper sammelte sie am Theater Aachen im Rahmen der Hochschulproduktion "L`Enfant et les sortileges" (M. Ravel) sowie bei "Il ballo delle ingrate" (C.Monteverdi) und "Dido und Aeneas" (H.Purcell). Dieses Jahr war sie als Hänsel bei der Opernproduktion "Hönsel und Gretel" (E. Humperdinck) an der Musikhochschule Köln zu hören. Derzeit studiert sie im Rahmen des ERASMUS-Programms am Konservatorium Wien in der Klasse von Uta Schwabe.

Carlo Gesualdo  wurde ca.1560 als Sohn des Fürsten von Venosa geboren und erhielt am Hofe früh eine fundierte musikalische Ausbildung in Komposition und dem Spiel der Bass-Laute. Nach dem Tod seines älteren Bruders rückte er in der Erbfolge nach und wurde 1586 regierender Fürst. Gesualdo ging als eine der schillerndsten Figuren in die Musikgeschichte ein, denn sein Wirken als Komponist ist überlagert von einem Kapitalverbrechen. Die Eifersuchtstragödie ereignete sich im Jahr 1590, als Gesualdo von einer Affäre seiner jungen Ehefrau, Maria d'Avalos, erfuhr. Gesualdo und seine Vertrauten griffen zu einer List: Sie gaben vor, einen Jagdausflug zu machen, kehrten jedoch noch am selben Abend zurück und ertappten das Liebespaar in flagranti. Wer aus der Jagdgesellschaft die tödlichen Dolchstiche führte, geht aus den Zeugnissen nicht hervor, doch ist zu vermuten, dass zumindest Gesualdos Frau durch seine eigene Hand starb. Auch der Liebhaber, Fabrizio Carafa, und eine kleine Tochter, deren Vaterschaft unklar war, starben in dieser Nacht. Eine gerichtliche Untersuchung blieb folgenlos, da Ehrenmorde unter Adligen nicht gesühnt wurden. Gesualdo floh jedoch, um der Rache der Familien der Opfer zu entgehen, und verbrachte die nächsten vier Jahre im gleichnamigen Schloss Gesualdo.1594 heiratete er durch Vermittlung seines Onkels, des Kardinals Alfonso Gesualdo, erneut und verbrachte mit seiner zweiten Ehefrau, Leonora d'Este, zwei Jahre in Ferrara. In dieser Zeit entstand vermutlich ein Großteil seiner Kompositionen, besonders die ersten vier Madrigalbücher. Danach zog er sich erneut auf Schloss Gesualdo zurück. Nachdem 1600 das einzige Kind aus seiner zweiten Ehe gestorben war, verstärkten sich Gesualdos Depressionen, und er wandte sich der Komposition von geistlicher Musik zu. 1611 veröffentlichte er seine letzten Werke.

Nicolaus Anton Huber (* 15. Dezember 1939 in Passau) ist ein deutscher Komponist. Nicolaus A. Huber studierte nach dem Abitur von 1958 bis 1962 Schulmusik an der Musikhochschule München, anschließend bis 1964 ebendort Komposition bei Franz Xaver Lehner und 1964 bis 1967 bei Günter Bialas. Von 1965 bis 1966 arbeitete er gemeinsam mit Josef Anton Riedl im Siemens-Studio für elektronische Musik in München. Seine weitere Ausbildung erfolgte bei Karlheinz Stockhausen (Darmstädter Ferienkurse 1967) und vor allem 1967/68 bei Luigi Nono in Venedig. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2003 war Huber Professor für Komposition an der Folkwang-Hochschule in Essen.

Univ.-Prof. Peter Kiefer ist Klangkünstler und Komponist. Er studierte Komposition und klassisches Schlagwerk an der Hochschule für Musik und Tanz Köln sowie Musik-, Theaterwissenschaft und Philosophie an der Universität Köln. Seit 2001 lehrt er das Lehrgebiet Neue Musik/Neue Medien der Hochschule für Musik an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Dort ist er seit 2010 Studiengangsleiter des von ihm initiierten neuen Master-Studiengang Klangkunst-Komposition. Kiefer unterrichtete 2001-2004 als Professor und Leiter des "MusicDept." auch an der Kunsthochschule für Medien Köln. Bei seinen Kompositionen für Instrumente und Elektronik liegt der Schwerpunkt immer auf dem Raum. Zu seinen Projekten gehören Ex Maccina (mit Fabbrizio Plessi) bei der Biennale von Venedig und die Filmmusik La Passion de Jeanne d'Arc in der Kathedrale Notre Dame in Luxemburg.
Ausstellungen seiner Arbeiten als Klangkünstler wurden von u.a. der Akademie der Künste in Berlin, von Brückenmusik X in Köln, Soundart in Hannover, der Bauhütte Klangzeit in Wuppertal und Museen in Finnland, Luxembourg, Schweiz, Frankreich, Belgien etc. präsentiert. Er ist Kurator und Berater internationaler Museen und war künstlerischer Leiter des Festivals Klangraum-Raumklang 2004" in Köln.
Das von ihm herausgegebene Buch Klangräume der Kunst über die Aspekte des Raumes in der Klangkunst erschien im Mai 2010.

Bohyun Kim, geboren in Südkorea, studierte Komposition an der Hyosung Frauenuniversität und später an der Busan Universität. Sie erhielt einen Preis für Kammermusik der Seoul Musik Festspiele und den ersten EarPortKompositions-preis. Ihre Werke wurden bei zahlreichen Konzerten und Festivals sowohl in Korea als auch im Ausland gespielt, u. a. beim Contemporary Music Festival, Australien, dem International Art Festvial in Busan und den International Music Master Classes Gefis in Griechenland. Zur Zeit unterrichtet sie Komposition an der Busan Universität, der Kyungsung Universität und der Seoul Art University.
In-Soo  Kim (Korean Percussion) Graduated Seoul National University B.A. in Korean music (major in Korean Percussion).Scholarship student of Seoul Metropolitan Intangible Cultural Asset No.25 Pansori gobub. Member of Jeongga-akhoe , group of korean music ensemble

Seit einigen Jahren beschäftigt sich Irene Kurka intensiv mit dem Repertoire und Konzerten für Stimme Solo (Hildegard von Bingen, Nono, Berio, Cage, Lucier, Beuger, Bauckholt, Brass u.a.). 2012 veröffentlichte sie in einer CD-Koproduktion mit dem Label Wandelweiser und dem bayerischen Rundfunk Lieder von Hildegard von Bingen und John Cage. 2013 folgt eine weitere CD-Produktion für Stimme Solo zu dem Thema "Beten". Die vielseitige Sopranistin wurde mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Konzertreisen führten bisher durch Deutschland, ins europäische Ausland, und die USA. In der zeitgenössischen Musik ist Irene Kurka eine sehr gefragte Sängerin. Zahlreiche Komponisten (Eggert, Corbett, Denhoff, Heucke, Kampe, Seither, Beuger, Brass, Frey u.a.) schreiben und widmen ihr Stücke, nicht zuletzt für CD- und Rundfunkaufnahmen. Mittlerweile hat sie über 115 Uraufführungen gesungen. Irene Kurka singt mit den Ensembles e-mex, notabu, Kölner Vokalsolisten, Klangkonzepte, chronophonie, Schlagquartett Köln, La Tenerezza, Duo Klangvoll, socell 21, SOPRAKKORDEON u.a..Irene Kurka war als Solistin u.a. zu Gast bei: Festival Mecklenburg-Vorpommern, Festival Muziek Biennnale Niederrhein, scene österreich in nrw, Tonhalle Düsseldorf, Theater Dortmund, Kölner Philarmonie, Ungarischer Rundfunk Budapest, A.DEvantgarde-Festival München, Stadttheater Osnabrück, Acht Brücken Festival Köln, Globusklänge WM 2006, Ensemblia Mönchengladbach, Randspiele Berlin-Zepernick, MOMENTSMUSICAUX AARAU, Hydra Festival Boston, Oberstdorfer Musiksommer, Greifswalder Bachwoche, Fränkischer Sommer, Neuburger Kammeroper, Bayreuther Barock, Trier OPENING.Ihr Gesangsstudium absolvierte sie an der Musikhochschule München, Southern Methodist University Dallas/USA und der University of British Columbia, Vancouver/Kanada.

Sun-hwa Lee (Geomungo) Graduated Seoul National University M.A. in Korean music(major in Geomungo and musicology) Member of Folk music group in National Gugak Center of Korea. Member of Dongbo-akhoe, group of Geomungo research and ensemble

Der Brite Martin Lindsay studierte an der Guildhall School of Music & Drama in London, der Britten-Pears School (u.a. bei Hans Hotter, Suzanne Danco und Hugues Cuénod), und am Banff Centre in Kanada.  Als Spezialist für Neue Musik hat er bei zahlreichen Erstaufführungen mitgewirkt [zB. Beat Furrer - "...für Stimme allein" (Oper Bonn/Konzerthaus Wien); Gerhard Winkler - "Heptameron" (Münchener Biennale); Peter Maxwell Davies - "Mr. Emmet takes a walk" (deutsche Erstaufführung); Christian Utz - "Zersplitterung" (EarPort Duisburg)]. Im Wiener Musikverein hat er den Liedzyklus "Umsungen" von Wolfgang Rihm mit dem Ensemble Recherche gesungen. Neben seiner Tätigkeit bei Konzerten Lieder-abenden und Performance-Veranstaltungen, hat er auch die Rolle von George III in Peter Maxwell Davies' "Eight Songs for a Mad King" in vielen europäischen Städten mit dem Ensemble Recherche (zB. Venedig [Teatro la Fenice], Wien [Wien Modern], Paris [Radio France], Frankfurt [Hessischer Rundfunk], Krakau [Sacrum & Profanum Festival]), und in Israel mit den Israel Contemporary Players gesungen. Im Oktober 2007 sang er das Stück mit dem Notabu Ensemble in der Düsseldorfer Tonhalle wieder. Im Mai 2005 übernahm er eine der zwei Sängerrollen in das Stück "Europera 5" von John Cage am Prinz-Regent Theater in Bochum, und im September 2006 sang er die Uraufführung von Gerhard Stäbler’s ‘Nachmittagssonne’ in Seoul, Süd Korea. Im Oktober 2009 sang der Bariton in 2 Porträt-Konzerten in der Düsseldorfer Tonhalle und mit den Duisburger Philharmonikern zum 60. Geburtstag Gerhard Stäblers. Im Februar 2011 sang er beim Opening! Festival in Trier, wo er im 2012 Premiere mit seinem Solo-Programm "Aria" hatte. Im März dieses Jahres trat er zum ersten Mal bei den März Musiktagen in Rusa in Bulgarien auf.  Seit 1999 lebt Martin Lindsay in Köln, wo er auch als Dozent an der Kölner Musikhochschule tätig ist.

Hannah Ma ist Tänzerin und Choreographin chinesisch- bayrischer Herkunft und wurde in Berchtesgaden geboren. Nach ihrer Ausbildung zur Diplom Tänzerin in Wien und Stuttgart arbeitete sie in Engagements in Wien, Stuttgart, Freiburg, Hongkong, Shanghai, Trier und Luxemburg. Hannah Ma war Stipendiatin des Kirov Balletts, St. Petersburg und des Hongkong Ballet und gewann Preise wie zum Beispiel die Trierer Theatermaske und Goldmedallien bei Wettbewerben in Wien, Györ und Bologna. Sie tanzte unter anderem in Choreographien von Amanda Miller, Birgit Scherzer, Anu Sistonen, Sven Grützmacher John Cranko, Hans van Manen und Uwe Scholz; eigene Choreographien zeigte sie in Deutschland, Luxemburg, Polen und Hongkong. Seit 2010 ist sie freischaffend tätig und gründete Ende 2012 ihr Ensemble: hannah ma dance, das sich der künstlerischen Zusammenarbeit in der Großregion verschrieben hat. Ihre erste Produktion "Trio"- Tanz aus der Großregion, wurde in Kooperation mit namhaften Künstlern aus Luxemburg, Metz und Trier realisiert. Des weiteren fand im März 2013 die Premiere des Tanzmusiktheaters "Dichterliebe" nach der Musik von Robert Schumann in Zusammenarbeit mit Alexander Fischbach, Thorsten Müller, Klaus- Peter Bungert, Thomas Kiessling statt. Im September kommt im Rahmen des 25 jährigen Jubiläums des Tufa Tanz e.V., Hannah Mas neues Stück: "Heimat- wir sind Zugvögel" zur Aufführung.

Ned McGowan (* 1970 in Philadelphia) ist ein US-amerikanischer Flötist und Komponist, der auf dem Gebiet der Neuen Musik, des Jazz und der Weltmusik aktiv ist.

Die Block- und Traversflötistin Lucia Mense erhielt ihre musikalische Ausbildung an den Musikhochschulen Köln, Amsterdam und Mailand bei Prof. Günther Höller, Marijke Miessen, Walter van Hauwe und Pedro Memelsdorff. Sie schloss mit dem Konzertexamen der Musikhochschule Köln und dem Examen "Uitvoerend Musicus” des Sweelinck-Konservatoriums Amsterdam ab. Seitdem widmet sie sich in verschiedenen Projekten sowohl dem Repertoire des Mittelalters, der Renaissance und des Barock als auch der zeitgenössischen Musik. Ihre Interpretationen leben von der Begeisterung für die Klangideale, virtuosen Ansprüche  und aufführungs-praktischen Besonderheiten der verschiedenen Stile.Die Interpretation Neuer und Neuester Werke sowie Uraufführungen zählen ebenso zu ihrem Tätigkeitsfeld wie die Improvisation in Stilen der Alten und Neuen Musik. Lucia Mense konzertiert als Solistin und als Mitglied verschiedener Kammermusikensembles und Orchester (u.a. Ars Choralis Coeln, Duo Blockflöte/ Cembalo oder Laute, multimode - ensemble für experimentelle musik, mosaik coeln, Ensemble Dialog). Neben zahlreichen Radio-Produktionen ist sie an CD-Einspielungen bei Ars Musici, Mode Records/ New York, Touch Records/London und Los Angeles River Records beteiligt. Sie war u. a. zu Gast bei den Alte-Musik-Festivals in Herne, Arolsen, Stockstadt und in Litauen, beim Festival Blokflute & Electronics im Ijsbreker/ Amsterdam, dem Schleswig-Holstein-Festival, dem Jazz-Festival in Moers, dem New Music Festival Waterford/Ireland, Villa Aurora/ Los Angeles, Musikprotokoll im Steirischen Herbst/ Graz, Styriarte Graz.
Ihre Erfahrungen gibt Lucia Mense als Dozentin bei Kursen zu Historischer Aufführungspraxis, zu moderner Musik und  Improvisation weiter. Als Gastdozentin war sie bisher an den Musikhochschulen in Köln, Hamburg, Mannheim, Düsseldorf und am Orange Coast College, Kalifornien tätig.
 
Julia Mihály (*1984) ist spezialisiert auf die Interpretation zeitgenössischer Musik. Dabei liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Performances mit Stimme und Live-Elektronik sowie der Programmierung interaktiver Software gesteuert durch unterschiedliche Arten von Interfaces. Stimmlich sucht sie das Extrem und forscht an der Schnittstelle von klassischem Gesang und erweiterten Stimmtechniken.
An der HMTM Hannover studierte sie Gesang (mit Schwerpunkt Neue Musik) und Audio-Programmierung. Meisterkurse und Workshops u.a. am ZKM Karlsruhe und am STEIM Amsterdam ergänzen ihre Ausbildung. 2012 erhielt sie eine Künstlerresidenz am Atelier Klangforschung der Universität Würzburg woraufhin sie 2013 erneut zu einem Forschungsprojekt eingeladen wurde. Daneben ist sie mehrfache Stipendiatin der Kunststiftung NRW. 2007 wurde sie für ihre Interpretation von TIERKREIS von der Stockhausen-Stiftung für Musik mit dem 2. Preis ausgezeichnet. 2009 erhielt sie für ihre Aufführung von AM HIMMEL WANDRE ICH den 1. Preis der Stockhausen-Stiftung für Musik. Julia Mihály tritt regelmäßig bei Festivals und Konzertreihen für Neue Musik auf, z.B. Philharmonie Essen, Berghain Berlin, Beethoven Fest Bonn, NDR Hamburg (Das Neue Werk), Hebbel Theater am Ufer Berlin, Chiffren Festival Kiel, ZKM Karlsruhe, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Ruhrtriennale,..., und arbeitet seit Jahren mit zahlreichen Komponisten unterschiedlicher Ausrichtung zusammen, wie z.B. Karlheinz Stockhausen, Johannes Schöllhorn, Matthias Kaul, Charlotte Seither, Samir Odeh-Tamimi, Felix Leuschner und Hans Zender. Mit dem Komponisten und Schlagzeuger Felix Leuschner performt sie als Elektronik-Duo CLUBbleu. Neben ihrer Tätigkeit als Sängerin wird Julia Mihály immer wieder als Sound Designerin engagiert.

Ulrich Phillipp Kontrabass / Live-Elektronik / Klanginstallation / Performance
geboren 1956. Arbeitet seit den späten siebziger Jahren in den Bereichen Improvisierte - und Experimentelle Musik, Klanginstallation, Audio-Kunst und Performance. Zusammenarbeit mit Bildenden KünstlerInnen, TänzerInnen, SchauspielerInnen .......sowohl in lange arbeitenden Gruppen wie auch in ad hoc Zusammenhängen. Mitbegründer der Wiesbadener Musiker Kooperative new jazz (1979), ARTist (1983) und HumaNoise congress - Tage Improvisierter Musik (1987).Europaweite Konzert- und Ausstellungstätigkeit. Zahlreiche Veröffentlichungen

Melvyn Poore arbeitet als Tubist, Komponist, Klangregisseur, Sound Designer und Pädagoge.  Neben seiner Tätigkeit als Solist und Komponist, hat er mit verschie-denen Kammerensembles zusammengearbeitet wie z.B. die musikFabrik (Köln), Zeitkratzer (Berlin), King Übü Örchestrü (Berlin), London Jazz Composers Orchestra, Cambrian Brass Quintet (England).  Er hat mit Konzerten und Rundfunkaufnahmen West- und Osteuropa, die Amerikas und Australien bereist und ist als Solist mit - unter anderen - dem BBC Symphony Orchestra und NDR Orchestra Hannover erschienen.  Als Instrumentalist hat er viele Kompositionen für sein Instrument angeregt und das Repertoire durch eigene Stücke erweitert.  Als improvisierender Musiker erkundet er die Klangmöglichkeiten der Tuba allein und in Verbindung mit anderen Instrumenten sowie Elektronik. Als Pädagoge ist er international aktiv: er leitet Workshops für Kinder/Jugendlichen und gibt Lehrerfortbildungen.

Thomas Rath, geboren 1956 in Bonn. Studium Kunst, Musik, Philosophie in Luxemburg, Bielefeld und Hannover, ua. bei Egon Neubauer und Diether de la Motte. Tätigkeit an verschiedenen Bühnen. Ab 1989 als Kirchenmusiker und freischaffender Künstler in Trier und Luxemburg. Ausstellungen, Konzerte, experimentelle Projekte. Mitbegründer des Ensembles TONWERKE TRIER. Lehrauftrag FH Trier. Musikdramaturg am Trierer Stadttheater. Kulturjournalist. Seit 2011 zusammen mit Bernd Bleffert Künstlerischer Leiter des Trierer OPENING Festivals für internationale Klangkunst.

Steve Reich, eigentlich Stephen Michael Reich (* 3. Oktober 1936 in New York City, New York) ist ein US-amerikanischer Komponist, der vor allem im Bereich der Minimal Music bekannt ist und als einer ihrer Pioniere gilt, obwohl er in späteren Werken vom puren minimalistischen Stil Abstand nimmt. Um 1958 begann Reichs aktive Schaffenszeit: Er beschäftigte sich mit elektronischer Musik und experimentierte eigenständig. Im Sommer 1970 studierte er Afrikanisches Trommeln am Institute for African Studies an der University of Ghana in Accra. Angeregt durch Trommelstudien - unter anderem in Afrika - begann er, in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre kurze Tonfragmente (heute würde man "Samples" sagen) aneinanderzureihen und deren Phasen zu verschieben. Reich verwendete dazu mehrere Tonbandmaschinen (Wollensa(c)k tape recorders). Dies ist in seinen Frühwerken, It's Gonna Rain, Melodica und Come Out zu hören. Diesen Werken folgten Werke für Klavier und elektrische Orgel (Four Organs, Piano Phase).
In den Folgejahren wandte er diese Techniken (s. Phasing) auch in Vokal- und Orchesterwerken an. Populär wurde Reichs Typing music, ein Stück aus seinem Werk "The Cave".

Fausto Romitelli, geboren 1963 in Gorizia/ Italien, im Juni 2004 nach langer Krankheit in Mailand gestorben. Erhielt sein Diplom für Komposition am Conservatoire Guiseppe Verdi. Studien u.a. bei Franco Donatoni. 1993-1995 Mitarbeiter im Forschungszentrum des IRCAM/ Paris. Aufführungen bei herausragenden Festivals wie Gaudeamus, Biennale Wien, Internationale Sommerkurse Darmstadt durch u.a. Ensemble Recherche, Ensemble InterContemporain, Ictus Ensemble.   

Alexander Schmitt (Bariton) erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Alter von 6 Jahren bei den Limburger Domsingknaben. Zunächst studierte er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Lehrern wie Prof. Phillip Langshaw und Prof. Marcus Creed. Weitere künstlerische Impulse erhielt er durch Meisterkurse bei Erik Schneider, Prof. Konrad Jarnot und Prof. Kurt Moll. Er war Stipendiat des DAAD, des Italienischen Kulturinstitutes und des Kölner Stiftungsfonds. Seit 2012 studiert er Master Gesang an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf in der Klasse von Martin Wölfel und Prof. Anders Eby. Er konzertierte unter anderem mit Haydns "Schöpfung", Mendelssohns "Paulus", den Requien von Brahms und Mozart, Saint-Saëns "Oratorio de Noël", Rossinis "Petite Messe solennelle", Grauns "Der Tod Jesu", Händels "Messias" und den Bachschen Passionen und Kantaten, sowie unbekannteren Werken von Telemann, Fasch oder Brunckhorst. Eine besondere Affinität hat er zu Werken der Neuen Musik und des Barock. So arbeitete er mit spezialisierten Klangkörpern wie dem Collegium Cartusianum, dem Kölner Barockorchester und Nel Dolce, wie auch Uraufführungen moderner Musik mit der Kölner Literaturoper oder den Kölner Vokalsolisten. Als Lehrbeauftragter für Chorleitung und Stimmbildung betreut er an der Kölner Universität die Chöre des Collegium musicum und leitet den Chor der Kölner Kinder-Uni.

Hannes Seidl * 1977 in Bremen ist ein deutscher Komponist . Seidl studierte Komposition an der Folkwang-Hochschule Essen, sowie in Graz. Er schreibt Kompositionen für Soloinstrumente, Ensembles, Liveelektronik und Tapemusic, die er bereits mit zahlreichen Ensembles erarbeitete (so z. B. das Klangforum Wien, das Ensemble Modern). Seit 2003 hat er regelmäßige Auftritte mit Maximilian Marcoll als Elektronikduo dis.playce. Er ist Preisträger zahlreicher Stipendien, z. B. der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, der Akademie der freien Künste Berlin sowie des Wettbewerbs Impulse. Weiterhin ist er Mitgründer der Gruppe "stock11.de". 2010 wurde seine zusammen mit Daniel Kötter gestaltete Musik- und Videoperformance zum Thema Kunstarbeit und Freizeitgestaltung bei dem Festival Zukunftsmusik in Stuttgart gezeigt. Zurzeit lebt Seidl als freier Komponist in Frankfurt am Main.

Kunsu Shim ist in Busan, Südkorea geboren. Dort studierte er Komposition und kam 1985 nach Deutschland, um bei Helmut Lachenmann und später bei N.A. Huber zu studieren. Seit 2000 lebt er in Duisburg, nun als deutscher Staatsbürger. Bereits mit 18 Jahren bekam er den ersten Kompositionspreis beim Jugendmusikwettbewerb Busan. Weiterhin erhielt er zahlreiche Auszeichnungen u. a. von der Donga und Chungang Zeitung, vom Forum junger Komponisten WDR, vom Künstlerhof Schreyahn, von der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, der Djerassi Foundation und der Japan Foundation. Die meisten Arbeiten Kunsu Shims bestehen aus Klängen, die leise gespielt werden und im gleichmäßigen zeitlichen Abstand verlaufen. Sie folgen ohne Kausalität aufeinander und können im Prinzip in beliebiger Reihenfolge gespielt werden. Hierbei geht es jedoch nicht um eine zufällige und unerwartete Konstellation von Klängen, sondern darum, dass jeder Klang ungebunden an andere gehört werden kann. D. h. im Prinzip hat für ihn jeder Klang eine vollkommene Gestalt, die man als Musik genießen kann.

Martin Sons, geb. 20.06.1966 in Kassel .1987 - 1994 Lehramtstudium mit den Fächern Musik (Hauptfach Cello) und Sport an den Universitäten Kassel und Bremen
Während und nach der Ausbildung Intensive Auseinandersetzung mit neuer Musik und freier Improvisation .1996 - 1998 Referendariat am Studienseminar in Trier
1998 - 2001 Lehrer am Thomas-Morus-Gymnasium in Daun, seit 2001 Lehrer am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Schweich Mitarbeiter bei Workshops im Bereich Improvisation, u.a. in der Heimvolkshochschule Fürsteneck Mitwirkung in verschiedenen Ensembles, u.a. Metallmusik Kassel und Tonwerke

Martin Speicher, Saxophon, Klarinette
studierte Musikwissenschaft und Philosophie in Saarbrücken und Gießen. Seither arbeitete er in verschiedenen Ensembles mit den Schwerpunkten improvisierte Musik, Neue Musik und Jazz. Er war Mitbegründer des GIESSEN IMPROVISERS POOL, einer Vereinigung professioneller Musiker zur Förderung der Improvisierten und Neuen Musik. In Kassel führt er diese Arbeit gemeinsam mit den Mitgliedern des Vereins OHRENKRATZER weiter. Im Laufe der Jahre kam es zu etlichen Begegnungen und regelmäßigen gemeinsamen Arbeiten mit vielen Vertretern der
Neuen Improvisierten Musik. Daneben sind etliche Arbeiten aufgeführt worden, die sich durch eine spezifische Balance von kompositorischen und improvisatorischen Methoden auszeichnen. Neben dem Interesse für 'rein' musikalische Zusammenhänge stellen aber auch die Anforderungen an eine gesellschaftlich relevante Form von Musik einen Interessenschwerpunkt seiner Arbeit dar.

Gerhard Stäbler :1949 im süddeutschen Wilhelmsdorf bei Ravensburg geboren, studierte Komposition (bei Nicolaus A. Huber) und Orgel (bei Gerd Zacher) in Detmold und Essen und lebt als freischaffender Komponist seither im Ruhrgebiet. Mitte 2011 verlegte er seine Wirkungsstätte nach Düsseldorf. Stäblers Musik verlässt vielfach den Rahmen des Üblichen, indem er Elemente in seine Kompositionen einbezieht, die die gewohnte Aufführungssituation (und damit die herkömmliche Publikumserwartung) durchbrechen, sei es durch Gesten oder Bewegungen im Raum, sei es mittels Licht- und Duftgestaltung oder aktives Einbeziehen des Publikums: Immer kommt es ihm darauf an, die Phantasie anzuregen, Ohren und andere Sinne für neue, unerwartete Wahrnehmungs- und Denkmuster zu sensibilisieren.

Karlheinz Stockhausen (* 22.09.1928, Mödrath; † 5.1.2007, Kürten-Kettenberg) gilt als Pionier der elektronischen und Neuen Musik und als einer der wichtigsten Komponisten des 20.Jahrhunderts. Als Sohn eines Lehrers, wuchs er zunächst im streng katholischen Altenberg auf. Der Vater verscholl im Krieg, die Mutter starb im Sanatorium, er selbst arbeitete als Jugendlicher im Feldlazarett, schaffte aber 1947 aus eigener Kraft den Schulabschluss und begann daraufhin, in Köln Musik, Philosophie und Germanistik zu studieren. Im Jahr 1951 komponierte Stockhausen sein erstes Stück "Kreuzspiel" und lernte bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik Herbert Eimert kennen, der ihn dann 1953 zur Mitarbeit im Studio für elektronische Musik beim WDR in Köln bewegte, dessen künstlerische Leitung der Komponist 1963 übernahm. Darmstadt regte ihn auch an, nach Paris zu Olivier Messiaen zu gehen, wo er wiederum in der Auseinandersetzung mit dem Lehrer, aber auch mit jungen Kollegen wie Pierre Boulez und Luigi Nono die Vorstellung einer streng bis ins Detail geplanten, in Gruppen und Serien gegliederte Musik entwickelte. Der Durchbruch in der öffentlichen Wahrnehmung gelang Karlheinz Stockhausen 1956 mit dem collagenhaft-synthetischen "Gesang der Jünglinge", nachdem er zuvor bereits die räumliche Wirkung von Tönen, Geräuschen und künstlicher Klangerzeugung mit Sinusgeneratoren ("Studien I/II", 1953/54) erforscht hatte. Im Anschluss daran lotete er bis Mitte der Sechziger die Grenzen des Elektronischen aus, war selbst Lehrer bei den Darmstädter Ferienkursen, leitete zwischen 1963 und 1969 die Kölner Kurse für Neue Musik, wurde an die Universitäten von Basel, Philadelphia und Kalifornien geladen und 1971 als Professor an der Hochschule für Musik in Köln berufen. Mit "Telemusik" (1966) erweiterte Karlheinz Stockhausen die Gestaltungsformen im Elektronischen und  Seriellen um die Idee der Intuition, bald darauf im Kontakt mit asiatischen Kulturen um Spirituelles. Stockhausen präsentierte seine Klangräume bei der Weltausstellung in Osaka 1970, komponierte Werke wie "Mantra für zwei Pianisten" und begann die gedankliche Auseinandersetzung mit dem sieben Abende füllenden Musiktheater-zyklus "Licht" (1977-2003), der Umsetzung der Vision eines bis ins Regiedetail planbaren Gesamtkunstwerks. Insgesamt entstanden im Laufe der Jahrzehnte mehr als 280 Komposition. Karlheinz Stockhausen bekam zahlreiche Auszeichnungen vom Bundesverdienstkreuz (1974) bis zum schwedischen Polar-Preis (2001) überreicht und gilt als wichtige Inspiration ganzer Künstlerzirkel, die sich von Joseph Beuys über Kraftwerk bis hin zu den DJ der Techno-Generation auf ihn beriefen.

Die Komponistin Kotoka Suzuki erhielt 2008/09 ein Fulbright-Stipendium zum Studienaufenthalt in Berlin. Seit 2010 ist sie Dozentin für Komposition und Tonsatz an der University Chicago.

Roland Techet ist koordinierter 1. Kapellmeister am Theater Augsburg.Er begann seine musikalische Karriere bereits als Jungstudent an der Musikhochschule Würzburg bei Professor Norman Shetler im Bereich Klavier. Nach dem anschließenden Klavierstudium an der Musikhochschule Stuttgart folgte sein Dirigier-Studium bei Professor Ungar. Bereits während seines Studiums assistierte Techet u. a. dem Dirigenten Wolfgang Gönnenwein bei den Ludwigsburger Festspielen und arbeitete als Korrepetitor an der Staatsoper Stuttgart. Im Anschluss daran folgten Engagements als Kapellmeister an bedeutenden Opernhäusern, wie beispielsweise am Staatstheater Kaiserslautern, am Gärtnerplatztheater und der Deutschen Oper am Rhein. Darüber hinaus assistierte Roland Techet den bedeutenden Musikern Lorin Maazel (Tristan und Isolde am Prinzregententheater München, 2001), Eberhard Kloke (Festival "Jenseits des Klanges" 1999) und Maurizio Kagel. Seit 2005 ist Roland Techet als freischaffender Dirigent im In- und Ausland sehr gefragt. Seine Dirigententätigkeit führte ihn zur Zusammenarbeit u. a. mit den Düsseldorfer Symphonikern, den Duisburger Symphonikern, dem Beethoven-Orchester Bonn, dem Orchester des Oldenburgischen Staatstheaters, der Staatskapelle Halle, dem Orchester des Nationaltheaters Prag, den Baden-Badener Philharmonikern, dem Orchester des Mainfrankentheaters Würzburg, dem Orchester der Netherlands Opera Amsterdam und vielen weiteren Orchestern. Ein wichtiger Schwerpunkt seiner künsterlischen Arbeit liegt im Bereich der Neuen Musik, mit einem Schwerpunkt auf der Kreation neuer musikalischer musiktheatraler Konzepte ("Schönheit der Schatten", Düsseldorf 2006 in Zusammenarbeit mit Werner Schroeter). So war er zu Gast beim Festival für Neue Musik Düsseldorf, bei der Ruhrtriennale und ist beim Opening14 in Trier eingeladen. Techet dirigierte in der Spielzeit 2012/13 das 8. Sinfoniekonzert Sommertanz im Kongress am Park.

Georg Philipp Telemann * 14.März 1681 in Magdeburg; † 25. Juni 1767 in Hamburg, war ein deutscher Komponist des Barock. Er prägte durch neue Impulse, sowohl in der Komposition als auch in der Musikanschauung, maßgeblich die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Jakob van Eyck war von Geburt an blind. 1625 verließ er sein Elternhaus und wurde Glockenspieler des Utrechter Domturmes. Später hatte er ähnliche Anstellungen an anderen Utrechter Kirchen und am Utrechter Rathaus. 1649 wurde sein Gehalt unter der Bedingung erhöht, dass er die Spaziergänger auf dem Kirchhof mit dem Klang seines Flötleins erfreue. Als Glockenexperte hatte er einen hervorragenden Ruf bei den Behörden verschiedener niederländischer Städte. René Descartes rühmte sein scharfes Gehör, und Glockenspieler zogen zu ihm nach Utrecht, um bei ihm zu studieren. Als Blockflötenspieler ist er durch sein Werk Der Fluyten Lust-hof bekannt, das in verschiedenen Fassungen und Teilen in den Jahren 1644, 1646, 1649 und 1654 erschien. Es handelt sich um eine umfangreiche Sammlung von Solostücken für die Sopranblockflöte (man hat aber Continuospuren gefunden, die der Verlag "les cahiers du Tourdion" veröffentlicht hat), die fast alle einem gemeinsamen Variations-schema folgen: Ein zunächst in einfacher Fassung vorgetragenes melodisches Stück, etwa ein Volkslied, ein Kirchenlied oder ein Psalm, wird in mehreren Schritten in kleinere, schnellere Notenwerte aufgelöst. Den Schlusspunkt bildet eine virtuose Fassung. Die meisten Stücke im Fluyten Lust-hof tragen den Zusatz: gebroocken vam J. Jacob van Eyck.

Ute Völker ist als Akkordeonistin auf freie improvisierte Musik spezialisiert.  In ihrer Musik lotet sie die Möglichkeiten ihres Instrumentes aus. Sie erschafft Klang-architekturen, die in Raum und Zeit zerfließen und sich zu immer wieder neuen und überraschenden akustischen Formen verbinden. Sie konzertiert regelmäßig bei internationalen Festivals für improvisierte Musik in Europa, wo sie als Solistin oder in Adhoc-Besetzungen auftritt.  Sie gab Konzerte in den USA, Kanada, Afrika, China und in Südamerika. Ute Völker ist Mitbegründerin des Ensembles für neue und improvisierte Musik, PARTITA RADICALE, dessen Arbeit sich auf die Entwicklung eigener Improvisationszyklen, Stummfilmvertonungen, Zusammenarbeit mit Komponisten und Theaterprojekte erstreckt.  Seit Jahren spielt Ute Völker kontinuierlich mit der Kölner Flötistin Angelika Sheridan. Darüber hinaus arbeitet sie in interdisziplinären Projekten mit Bildenden Künstlern, Videofilmern, Schauspielern, Literaten und Perfomern zusammen. Sie ist Mitglied des WIO (Wuppertaler ImprovisationsOrchester) Dokumentiert ist ihr  Schaffen u. A. auf den CDs
"Leuchtfische" mit Angelika Sheridan (valve records), "Anthrazit" Akkordeonsolo  (free elephant),  "baggerboot" mit Gottschalk u. Jaquemyn (henceforth records), "frutas azules" mit Partita Radicale (free elephant), "Three Planets" mit Russell u. Werchowski (EMANEM), "Rumania today 3" mit Partita Radicale (Sonoton).
Ute Völker studierte Akkordeon und Tonsatz an der Musikhochschule Köln / Abteilung Wuppertal und anschließend Musikwissenschaften, Germanistik und Phonetik in Köln, Wien und Paris. Sie lebt in Wuppertal und arbeitet als Musikpädagogin an der Musikschule Bochum.

Lisa M. Weber (*1985) lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Mainz. Nachdem sie ihr Studium als Meisterschülerin von Prof. Dieter Kiessling abschloss wurden ihre Werke international in Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert; zuletzt in der Caos Art Gallery in Venedig, im Leopoldmuseum in Wien und im Goyang Art Studio des National Museum of Contemporary Art in Seoul. Seit 2013 arbeitet sie als
künstlerische Mitarbeiterin an der Kunsthochschule Mainz und leitet dort das Projektseminar "sounds of voicing- Arbeiten mit der Stimme".

Martin Wistinghausen studierte Gesang bei Kurt Moll in Köln sowie Rudolf Piernay in Mannheim, wo er neben dem künstlerischen auch sein Gesanglehrer- und Solistendiplom ablegte und zudem ein Kompositionsstudium bei Ulrich Leyendecker absolvierte. 2007 bis 2009 bildete er sich als Stipendiat des DAAD im Fach Komposition bei Adriana Hölszky am Salzburger Mozarteum fort. Parallel zu seinen musikalischen Studien schloss er ein Studium der Germanistik und Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität seiner Heimatstadt Düsseldorf mit der Magister-prüfung ab. Er nahm an zahlreichen Meisterkursen, etwa bei Dietrich Fischer-Dieskau teil und erhielt als Sänger und Komponist zahlreiche Preise und Stipendien. So war er 1. Bundespreisträger "Jugend musiziert" (Gesang solo), sowie Preisträger des "Internationalen Gesangwettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg". Er erhielt den Kompositionspreis der "Berliner Cappella"sowie einen Förderpreis im Salzburger Kompositionswettbewerb vocal arts. Er konzertierte mit namhaften Ensembles wie den Basler Madrigalisten, der "Musica Fiata Köln" und L’arpa festante. Häufig ist er in Bass-Orgel-Programmen, als Sänger der Christus-Worte der Passionen von Bach und Schütz, in den Solobass-Partien des Mozartrequiems unddiverser Messen sowie als versierter Interpret Neuer Musik zu erleben. Seine Werke erklangen bei zahlreichen Festivals, im Rundfunk (SWR, Deutschlandradio Kultur, Espace 2) und wurden von renommierten Ensembles wie dem "Österreichischem Ensemble für Neue Musik" und den Stuttgarter "Neuen Vocalsolisten" aufgeführt. Er erhielt eine Reihe von Kompositionsaufträgen, etwa  von der Komischen Oper Berlin und ist Gründungsmitglied und Sänger der seit 2008 bestehenden sechsköpfigen "Komponistenverschwörung", die im Mai diesen Jahres in St. Petersburg gastieren wird.2014 wird er als Stipendiat im "Kleinen Markgräflerhof" in Basel arbeiten.





Presse:

Ein Artikel von von Hubert Steins (MusikTexte 141)

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