Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst in Trier
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OPENING 

18/17/16/15/14/13/12/11


OPENING 16   Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst



Freitag 12. - Sonntag 14. Februar 2016 
TUFA Kultur- & Kommunikationszentrum Trier  

In 10 Konzerten, einer Klangkunstausstellung und mehreren Workshops präsentiert OPENING 16 einen breitgefächerten Kosmos aktueller Klangkunst und Neuer Musik. Traditionsgemäß gruppiert sich das Programm um mehrere Gravitationszentren herum. So stehen Klassiker des 20. Jahrhunderts neben Uraufführungen Türkischer Komponisten, Europäischer Free Jazz neben alter Musik aus Japan, Performance neben Kammeroper. Wir wünschen Ihnen und uns allen einmal mehr bewegende, nachhaltige und kurzweilige Begegnungen und Konzerte.

Bernd Bleffert und Thomas Rath
künstlerische Leitung


Eine Veranstaltung der TUFA und der Stadt Trier. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland Pfalz, der Nikolaus-Koch-Stiftung, der Kulturstiftung der Sparkasse Trier, der Japanfoundation, der Global Performing Arts Groupund des Deutschen Musikrates, Zeitgenössische Musik. In Kooperation mit der Gesellschaft für Aktuelle Klangkunst Trier e.V.

Schirmherr: Walter Schumacher, Staatssekretär im  Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz


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Programmübersicht:


Freitag | 12.Februar | 18:00 Uhr
ERÖFFNUNG DER KLANGKUNSTAUSSTELLUNG OPEN-EXPO

Freitag | 12.Februar | 19:00 Uhr | TUFA Großer Saal
DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN
Igor Strawinsky: L'Histoire du Soldat
Paul Hindemith: Quartett für Violine, Klarinette, Cello und Klavier
Bernd Bleffert: Blind date
    
Freitag | 12.Februar | 20:30 Uhr | AMG (Atrium des Angela Merici Gymnasium)
AFTERNOON SUN von Gerhard Stäbler
+ YOUR FACE
von Kunsu Shim - 2 Kammeropern  
Martin Lindsay / Bariton, Streichtrio Ensemble Crush
Johanna Meyer / Bühne und Regie

Freitag | 12.Februar | 22:00 Uhr | TUFA Großer Saal
GAGAKU Musik des Chitose - Trio
"..den Wind atmen lassen"
 



Samstag | 13.Februar | 17:00 Uhr | TUFA  Großer Saal
        
KLANGBEWEGUNGEN
SaRu-Percussion-Duo
Sakiko Idei und Hans Rudolf 

Samstag | 13.Februar | 19:00 Uhr | TUFA 1. OG
VITALITY FORMS
"Ein elliptischer Ritus"
Performancekonzert mit Alwynne Pritchard, Gerhard Stäbler und
Kunsu Shim  

Samstag | 13.Februar | 21:00 Uhr | AMG (Atrium des Angela Merici Gymnasium)
TEISHIN / RYOKAN von Antoine Beuger  UA
Nur ein Traum?...eine stille Oper...

Samstag | 13.Februar | 23:00 Uhr | TUFA Großer Saal

ORIGINALE
Alexander v. Schlippenbach - Trio




Sonntag | 14.Februar | 11:00 Uhr | TUFA  Großer Saal
AKSAK
Neue türkische Musik

Sonntag | 14.Februar | 17:00 Uhr | TUFA  Großer Saal
SANDSTRAHLEN von Bernd Bleffert
Ritual für einen Tisch, Sand und Sängerin
Irene Kurka / Sopran

Sonntag | 14.Februar | 18:00 Uhr | Museum am Dom
CATALOGUE D'OISEAUX von Olivier Messiaen
"Die größten Musiker des Planeten!"
Reto Staub / Klavier






Programm:


Freitag | 12.Februar | 18:00 Uhr

ERÖFFNUNG DER KLANGKUNSTAUSSTELLUNG OPEN-EXPO



Im Februar 2016 werden sich die Studierenden der Klasse Soundart an der HBKsaar, Saarbrücken unter der Leitung von Professor Andreas Oldörp in den Ausstellungsräumen der TuFa einquartieren, um gemeinsam vor Ort ein Ensemble von Klanginstallation zu entwickeln. Unter Bezugnahme auf die speziellen architektonischen und akustischen Qualitäten des Ortes wird dann der Versuch unternommen, verschiedene Arbeitsansätze so einzupassen, dass ein konstruktives Zusammenwirken sowohl der skulpturalen Aspekte als auch ihrer auralen Dimensionen möglich sein kann. Zentral ist diesem Projekt die Aufgabe, das Problem der akustischen Überlagerung klangkünstlerischer Arbeiten in einem klassischen Ausstellungsrahmen zu untersuchen, Lösungsideen zu entwickeln und auszuprobieren. Vor Festivalbeginn wird der Ausstellungsraum der TUFA in diesem Sinne für 10 Tage ein Forschungslabor sein. Dann wird das Ergebnis im Rahmen des OPENING-Festivals / OPENEXPO auch für Besucher öffentlich zugänglich.


Freitag | 12. Februar - Donnerstag 3. März
Finissage und Kunstsalon: Donnerstag 3.März18:00 Uhr
Öffnungszeiten:
Di, Mi und Fr 14.00  bis 17.00 Uhr, Do  17.00 bis 20.00 Uhr
Sa + So und Feiertage 11.00 bis 17.00 Uhr
 

 

Freitag | 12.Februar | 19:00 Uhr | TUFA Großer Saal

DIE GESCHICHTE VOM SOLDATEN



Igor Strawinsky: L'Histoire du Soldat
Paul Hindemith: Quartett für Violine, Klarinette, Cello und Klavier
Bernd Bleffert: Blind date

"Die Geschichte vom Soldaten" ist einer der frühen Meilensteine der musikalischen Moderne. Die Reduktion der Mittel infolge der miserablen wirtschaftlichen Lage nach dem ersten Weltkrieg nutzt Igor Strawinsky zur Schaffung einer minimalistischen Musik von großer Prägnanz. Die Triofassung für Geige, Klarinette und Klavier erarbeitet Strawinsky parallel zur großen Bühnenversion. Heute überraschend aktuell schildert das Stück Krieg, Vertreibung und endlosem Marsch durch Europa. Paul Hindemith schrieb sein Quartett  für Violine, Klarinette, Cello und Klavier im Jahr 1938, als er wegen Repressionen der NS-Diktatur Deutschland  verließ. Blind Date, eine stille, grafische Komposition für Trio von Bernd Bleffert ergänzt dieses Programm.
Praesenz: Melinda Stocker / Violine, Jan-Filip Tupa / Cello, Richard Haynes / Klarinette, Reto Staub / Klavier.  

blind date (mp3, ca. 20mb) >>



Freitag | 12.Februar | 20:30 Uhr | AMG (Atrium des Angela Merici Gymnasium)

AFTERNOON SUN
von Gerhard Stäbler
+ YOUR FACE
von Kunsu Shim - 2 Kammeropern  



Martin Lindsay / Bariton
Streichtrio Ensemble Crush
Johanna Meyer / Bühne und Regie

AFTERNOON SUN / YOUR FACE ist eine Inszenierung von Johanna Meyer in Kooperation mit Gerhard Stäbler und Kunsu Shim. Sie besteht aus zwei Kammeropern für den renomierten englischen Bariton Martin Lindsay, das junge Ensemble CRUSH aus Duisburg sowie elektronische Klänge. Beide Opern haben eine ähnliche Grundthematik. Es geht um Liebe. Doch das weitläufige Thema wird von zwei völlig unterschiedlichen Standpunkten aus erzählt.




Freitag | 12.Februar | 22:00 Uhr | TUFA Großer Saal

GAGAKU Musik des Chitose - Trio



"..den Wind atmen lassen"
 
Hitomi Nakamura, Mami Tsunoda, Ko Ishikawa. 3 Spieler des Reigakusha Gagaku-Ensemble führen als Chitose - Trio das Publikum mit der Oboe Hichiricki, der Flöte Ryoteki und der Mundorgel Sho in eine Klangwelt, die mit ihrem ruhigen Atem für traditionelle japanische Musik typisch ist. Gagaku, die "elegante Musik", wird seit dem 7. Jahrhundert, der Heian-Zeit, am japanischen Kaiserhof gespielt. Als Kammermusik, Chor- und Orchestermusik, teilweise mit kultischen Aufgaben. Gagaku wurde 2009 von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe ernannt.






Samstag | 13.Februar | 17:00 Uhr | TUFA  Großer Saal
  
KLANGBEWEGUNGEN



SaRu-Percussion-Duo

Sakiko Idei und Hans Rudolf 

Bewegung wird Klang - Klang wird Bewegung: Das SaRu-Percussion-Duo (Sakiko Idei, Hans Rudolf) hat für Opening16 ein Programm zusammengestellt, in welchem nicht nur die Bewegungen der Spieler eine wichtige Rolle spielen sondern auch zahlreiche, zum Teil "unerhörte" Klangfarben erklingen. Ein Konzert für Ohren und Augen mit Werken von Yoshihisa Taira, Thierry de Mey, Nikolaus A. Huber, Steve Reich u.a..




Samstag | 13.Februar | 19:00 Uhr | TUFA 1. OG

VITALITY FORMS



"Ein elliptischer Ritus"

Performancekonzert mit Alwynne Pritchard, Gerhard Stäbler und 
Kunsu Shim  

Vitality Forms von Alwynne Pritchard wie auch die Beiträge von Kunsu Shim und Gerhard Stäbler bestehen aus Elementen von Theater, Tanz und Musik. Alle Beiträge des Programms ergeben zusammen eine Art "elliptischen Ritus". Mit der Performance als Zeremonie, bei der Alwynne Pritchard in die Rolle einer Verrückten, einer Schamanin, einer Alchemistin, einer Vokalistin, einer Diva und einer Hündin schlüpft.






Samstag | 13.Februar | 21:00 Uhr | AMG (Atrium des Angela Merici Gymnasium)

TEISHIN / RYOKAN von Antoine Beuger  UA



Nur ein Traum?...eine stille Oper...

Vermutlich im Herbst 1827 trafen sich die junge Nonne Teishin und der alte, damals schon kränkelnde Mönch Ryōkan zum ersten Mal. Beide waren hochbegabte Dichter. Teishin hatte von Ryōkan und seinem Ruf gehört und hatte beschlossen, ihn um Unterweisung zu bitten. Eine innige Liebe entstand. Das Stück teishin ryōkan basiert auf Gedichten, die Teishin und Ryōkan im Wechsel geschrieben haben. Einander fragend und antwortend, suchend und findend. Die stille Oper von Antoine Beuger, in drei Akten ursprünglich für zwei Sprechstimmen geschrieben, erklingt hier in einer neuen Fassung mit Singstimme.
Mit: Irene Kurka (Sopran), Joep Dorren und Sylvia Alexandra Schimag (Sprecher) und dem Gagaku-Ensemble Trio Chitose: Hitomi Nakamura (Hichiricki), Mami Tsunoda (Ryoteki), Ko Ishikawa (Sho).


 




Samstag | 13.Februar | 23:00 Uhr | TUFA Großer Saal

ORIGINALE



Alexander v. Schlippenbach - Trio

Mit großer Spielfreude, energiegeladen, explosiv und feinsinnig zelebrieren die 3 Meister, Veteranen und Mitbegründer erster Stunde des Free Jazz Alexander von Schlippenbach / Klavier, Paul Lovens / Schlagzeug und Rudi Mahall / Bassklarinette ihre genialen, unverwechselbaren Improvisationen. Auch nach einem halben Jahrhundert unverwechselbar, überzeugend...orginal.






Sonntag | 14.Februar | 11:00 Uhr | TUFA  Großer Saal

AKSAK



Neue türkische Musik

Dieses Konzert verbindet europäische mit türkischer Musik. Söylenemeyenler, Über das Unsagbare, von Hasan Ucarsu verarbeitet persönliche Erlebnisse. Den Tod geliebter Menschen oder die bei einem Frühlingsfest empfundene Freude. Auch Fazil Say verarbeitet in Divorce persönliche Empfindungen während des Scheiterns seiner Ehe. Beide Werke von 2012 und 2010 stehen in zeitlichem Gegensatz zu den 1909 entstandenen 5 Sätzen für Streichquartett von Anton Webern, die auch heute noch in ihrer Knappheit hoch aktuell sind. Summa des estnischen Komponisten Arvo Pärt besticht durch seine atmosphärische Einfachheit. Albana Quartett: Almut Schmid-Egger / Violine, Pinar Esin Savci / Violine, Daniel Poschta / Viola, Moritz Reutlinger / Violoncello




Sonntag | 14.Februar | 17:00 Uhr | TUFA  Großer Saal

SANDSTRAHLEN von Bernd Bleffert



Ritual für einen Tisch, Sand und Sängerin
 
Irene Kurka / Sopran

Ein pendelnder Sandstrahl, 4 Miniatur-Sandtrommeln und die Sopranstimme von Irene Kurka  verschmelzen zu einem Ritual. Ein stetig und langsam sich verändernder Prozess erfordert höchste Wachheit und Kontemplation von Spielern und Publikum.             




Sonntag | 14.Februar | 18:00 Uhr | Museum am Dom

CATALOGUE D'OISEAUX von Olivier Messiaen



"Die größten Musiker des Planeten!"

Reto Staub / Klavier

Das Catalogue d'oiseaux mit seinen dreizehn Stücken hat eine Aufführungsdauer von insgesamt zwei Stunden. Als Messiaen diese Stücke zwischen 1956 und 1958 komponierte, hatte er sich angewöhnt, in seinen Noten die jeweilige Vogelart anzugeben. Ein Verweis auf die wahren Urheber der Musik, die nach Messiaen die größten Musiker unseres Planeten sind. Reto Staub spielt aus diesem monumentalen Werk 7 Stücke: Alpendohle, Pirol, Blaumerle, Waldkauz, Heidelerche, Kurzzehenlerche und Mäusebussard.







OPENING  für Schüler:



Workshop I :

Samstag | 13. Februar | 11:00 Uhr + Sonntag | 14. Februar | 11:00 Uhr    Anmeldung erforderlich!

KIDS ON INSTRUMENTS



Ein Workshop für Kinder von 6-10 Jahren mit Nathalia Grotenhuis

In diesem Workshop dreht sich alles um selbst gebaute Instrumente und Klangerzeuger. Dabei werden Gegenstände, welche sonst auf Flohmärkten oder auf dem Schrottplatz landen zu Instrumenten umgebaut. Es können Rhythmusinstrumente entstehen, einfache Tonerzeuger oder auch Effektgeräte. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Zum Abschluss des Workshops wird eine Präsentation stattfinden, in welcher die Kinder ihre selbst gebauten Instrumente vorführen.
 



Workshop II :

Freitag | 12.Februar | 10:00 Uhr + Samstag | 13. Februar | 15:00 Uhr    Anmeldung erforderlich!

SMARTPHONE-KONZERT



Ein Workshop für Schüler von 12-18 Jahren mit Nathalia Grotenhuis

In diesem Workshop werden Schüler dazu eingeladen, experimentelle Stücke zu erarbeiten. Es werden Klangaufnahmen alltäglicher Gegenstände gemacht, bearbeitet und in Hörstücken verarbeitet.
Die Hörstücke werden eine Länge von 3-5 Minuten haben. Die Form ist frei und wird im Kompositionsprozess entwickelt - es kann eine Gedichtvertonung entstehen, eine reine Klangkomposition, eine Kombination verschiedener Kompositionstechniken. Auch experimentelles Spiel auf Instrumenten und mit Stimme oder andere Formen sind denkbar.





Musikstunde mit Konzert I :

GAGAKU - MUSIK
 


Freitag | 12. Februar |  9:00 Uhr       Anmeldung erforderlich!

eine Einführung in die traditionelle Musik Japans und Instrumente

für Schüler der Grundschule

mit dem Ensemble: Chitose - Trio / 3 Spieler aus dem Reigakusha Gagaku-Ensemble

Hitomi Nakamura / Hichiricki (ein Art Japanische Oboe),
Mami Tsunoda / Ryoteki (Japanische Flöte) und
Ko Ishikawa / Sho (jap. Munorgel)

Hitomi Nakamura, Mami Tsunoda, Ko Ishikawa. 3 Spieler des  Reigakusha Gagaku-Ensemble  führen als Chitose - Trio das Publikum mit der Oboe Hichiricki, der Flöte Ryoteki  und der Mundorgel Sho in eine Klangwelt, die mit ihrem ruhigen Atem für traditionelle, japanische Musik typisch ist. Gagaku, die "elegante Musik", wird seit dem 7. Jahrhundert, der Heian-Zeit, am japanischen Kaiserhof gespielt. Als Kammermusik, Chor- und Orchestermusik, teilweise mit kultischen Aufgaben. Gagaku wurde 2009 von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe ernannt.





Musikstunde mit Konzert II

Freitag | 12. Februar |  11:00 Uhr       Anmeldung erforderlich!

STRAWINSKY: HISTOIRE DU SOLDAT



Eine Einführung und Konzert für Oberstufenschüler:

Praesenz: 
Richard Haynes / Klarinette
Reto Staub / Klavier
Melinda Stocker / Violine              

"Die Geschichte vom Soldaten" ist einer der frühen Meilensteine der musikalischen Moderne. Die  Reduktion der Mittel infolge der miserablen wirtschaftlichen Lage nach dem ersten Weltkriegs nutzt Igor Strawinsky zur Schaffung einer "minimal music" von großer Charakterstärke und musikalischer Prägnanz. Die Triofassung für Geige, Klarinette und Klavier erarbeitet Strawinsky parallel zur großen Bühnenversion. Sie ist also mehr als ein Arrangement. Heute überraschend aktuell schildert das Stück Krieg, Vertreibung und endlosem Marsch durch Europa. Eine Geschichte von Hoffnung auf Neuanfang, Liebe und Verderben. 


     


Weitere Details im
Programmheft (pdf >>) OPENING 16







Künstler/VITAE



Antoine Beuger (Oosterhout, the Netherlands, 1955) lives and works in Germany. He studied flute at the Sweelinck Conservatory in Amsterdam and composition with Ton de Leeuw at the same conservatory. He has won several awards, such as the X. Internationales Kompositionsseminar (Boswil, Switzerland, 1991) and the 6th International Kazimierz Serocki Composers Competition (Warsaw, 1998). Together with composer Burckhard Schlothauer he founded Edition Wandelweiser in 1992, of which he is currently the director and artistic leader. Since 1994, he has annually organised the Klangraum series of concerts, which also focuses on other art forms. His work is performed all across the world, including three times at the Donaueschinger Musiktage. It is frequently broadcast on German radio as well.

Bernd Bleffert: Schlagzeuger und Klangkünstler; 1955 in Altenahr geboren; lebt und arbeitet in Trier; entwickelt seit 1990 eigene Schlagwerke sowie damit verbundene neue Spieltechniken, Improvisationskonzepte und Kompositionen; Mitbegründer des Ensembles für experimentelle Musik: TONWERKE TRIER;  Konzerte als Solist und in verschiedenen Ensembles; Workshops für improvisierte Musik; Klangobjekte und raumbezogene Klanginstallationen. Seit 2011 zusammen mit Thomas Rath Künstlerischer Leiter des Trierer OPENING Festivals für internationale Klangkunst.

Thierre De Mey (born 28 February 1956 in Brussels) is a musician and filmmaker from Belgium After studying film at the Institut des Arts de Diffusion, he continued to studying music composition and contemporary dance after meeting Fernand Schirren, for whose works he has written original incidental music. He works primarily with Anne Teresa De Keersmaeker, Wim Vandekeybus and Michèle Anne De Mey, his youngest sister.He is the founder of the contemporary music ensemble Maximalist!, and he has participated in other important projects such as Musique Nouvelles (fr) and Ictus Ensemble, for which he has composed several works. In 1993 he joined a class at IRCAM, where he developed his interest in electronic music. He was composer in residence at the Conservatory of Strasbourg and the Musica Festival in 2001 and 2002. Since 2005 he has been one of four new directors of Charleroi / Danses, coordinating the multidisciplinary activities of the center choreography.

Joep Dorren (Merauke, former Dutch New Guinea, 1954) took the actor's education at the Faculté de Théâtre de Vincennes (Paris). He received his voice and singing training at the Roy Hart Theatre in Paris. In 1988, he took master classes with John Cage. Immediately after his education, he played with theatre groups in France, Italy and England and after this with a large number of troupes/companies and theatre initiatives in the Netherlands. He toured Belgium, Denmark, France, Germany, Great Britain, Italy and Switzerland. Since 1994, he has often worked as a performer with Wandelweiser members and performs compositions for speaking voice as well (often at premieres). He also performs works by John Cage, Samuel Beckett and Robert Lax, for instance at the festivals in Donaueschingen (Germany) and Lana (Italy).  In 2012, he directed the soprano Irene Kurka and double bass player Eberhard Maldfeld in the music theatre performance Das Innere des Äußeren, with compositions by Antoine Beuger, Eva-Maria Houben and Nikolaus Brass.

Nathalia Grotenhuis: Nach  dem  Studium  zum  Diplom-Musiklehrer  Schlagzeug  schloss  Nathalia Grotenhuis  2013  an  der  Hochschule  für  Musik  Mainz  das  Masterstudium Orchesterinstrumente  Schlagzeug  ab.  Im  Frühjahr  2015  beendete  sie  dort  ihr Studium Klangkunst-Komposition mit dem Abschluss Master of Music. Neben  Unterrichtstätigkeiten,  Workshops,  Ferienkursen  für  Kinder  und  Konzerten mit Schlagzeug arbeitet sie an Klanginstallationen, Hörspielen, Kompositionen und Klangperformances. U.a. übernahm sie im April 2012  die musikalische Leitung des Jugend-Ensemble für Neue Musik Rheinland-Pfalz /Saarland bei der Uraufführung des TanztheaterProjektes "The Drift" und wirkte im Januar 2013 an der Performance "Klang-BauStelle"  zum  Tag  der  offenen  Türe  im  ZKM  mit.  Beim  Festival  Mainz  Musik  2013 präsentierte  sie  die  Klang-Video-Installation  "Affekte  2.0"  mit  zeitgenössischen Texten  und  6kanaliger  Klangkomposition.  Im  Februar  2014  präsentierte  Nathalia im Rahmen des Opening  Festival in Trier eine interaktive Klanginstallation "Plastik". Im  Rahmen  ihrer  Masterprüfung  im  Sep.  2014  konzipierte  Nathalia  ein Installationskonzert  (6+2  Kanal  Raumklangkomposition  mit  Live-Performance) "Flow" in der ESG-Kirche in Mainz.

Richard Haynes, geboren 1983 in Brisbane AU, studierte Klarinette in seiner Heimatstadt und in der Hauptstadt der Schweiz, Bern. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe. U.a. erhielt er den Ersten Preis Symphony Australia Young Performer of the Year, die Auszeichnung Australian Classical Music Award für Best Performance of an Australian Composition, und den Ersten Preis des schweizerischen Nicati Wettbewerbs. Als Solist trat Richard mit verschiedenen Orchestern auf, u.a. dem Melbourne, Tasmanian und Queensland Symphony Orchestern. Desweiteren sorgte Richard für Aufmerksamkeit durch seine Aufführungen von verschieden Solokonzerte der zeitgenössischen Repertoire wie 'Échange' von Xenakis, 'Kya' von Scelsi und 'Roar' von Smetanin. Richard tritt als freiberuflicher Klarinettist mit dem ELISION Ensemble, Ensemble Modern, Ensemble musikFabrik, Praesenz, ensemble proton bern, Klangforum Wien und Stroma regelmässig auf. Auch arbeitete er bereits mit dem Orchestern des SWR Baden-Baden und Freiburg und dem WDR Sinfonieorchester als Gast Soloklarinette und Solobassklarinette. Er bringt viele Werke zur Uraufführung und sorgt dafür, dass zeitgenössische Werke im Rahmen eines älteren Repertoires präsentiert werden.

Paul Hindemith (* 16. November 1895 in Hanau; + 28. Dezember 1963 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Komponist der Moderne (Neue Musik). In seiner frühen Schaffensperiode schockierte er das klassische Konzertpublikum mit provozierend neuartigen Klängen (schroffen Rhythmen, grellen Dissonanzen, Einbezug von Jazz-Elementen), was ihm den Ruf eines "Bürgerschrecks" einbrachte. Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu einem Aufführungsverbot seiner Werke, auf das er schließlich mit Emigration reagierte, zunächst in die Schweiz, dann in die USA. Unterdessen entwickelte sich seine Kompositionsweise hin zu einem neoklassizistisch geprägten Stil, der sich auf neue Weise mit klassischen Formen wie Sinfonie, Sonate und Fuge auseinandersetzte. Dabei distanzierte er sich vom romantischen Künstlerbild des durch Inspiration beflügelten Genies und sah den Komponisten und Musiker mehr als Handwerker  Die Betonung des Handwerklichen spiegelt sich auch in seinen theoretischen Schriften, insbesondere der Unterweisung im Tonsatz. Sein theoretisches System kann kurz als freie Tonalität beschrieben werden, die sich sowohl von der traditionellen Dur-Moll-Tonalität als auch von der zwölftönigen Atonalität Schönbergs abgrenzt. Er plädierte für "Gebrauchsmusik" und sah es als Pflicht des Komponisten an, sich sozialen Herausforderungen zu stellen und nicht zum reinen Selbstzweck zu komponieren. Hindemith verkörpert in besonderem Maße den Typ eines in Theorie und Praxis gleichermaßen versierten Universalmusikers. So verfügte er z.B. über reiche Erfahrungen als Orchester- (Geige und Bratsche) und Kammermusiker (als Bratschist im Amar-Quartett). Als Dirigent (vor allem eigener Werke) profitierte er von seinem absoluten Gehör und seiner weitgehend professionellen Beherrschung aller gängigen Orchesterinstrumente.

Toshio Hosokawa ( * 23. Oktober 1955 in Hiroshima)  gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Komponisten Japans. Seine Kompositionen umfassen Orchesterwerke, Solokonzerte, Kammermusikwerke und Filmmusik, aber auch Musik für traditionelle japanische Instrumente. Mit vier Jahren begann er Klavier zu spielen. Nach ersten Studien (Klavier und Komposition) in Tokio kam er 1976 nach Berlin, um Komposition an der Universität der Künste bei Isang Yun zu studieren. Von 1983 bis 1986 nahm er in Freiburg im Breisgau an der Hochschule für Musik bei Klaus Huber ein weiteres Studium auf. Aufmerksamkeit wurde ihm erstmals von 1989 bis 1998 zuteil, als er der künstlerische Direktor des jährlich stattfindenden Akiyoshidai International Contemporary Music Seminar und Festival war. 1998 wurde seine Oper Vision of Lear bei der Münchener Biennale uraufgeführt. Daraufhin war er Gast-Komponist und Dozent bei fast allen wichtigen Festivals zeitgenössischer Musik. Er wirkte auch als Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen. Auf Einladung von Walter Fink war er 2008 der 18. Komponist im jährlichen Komponistenporträt des Rheingau Musik Festival. Er stellte sich vor mit Kammermusik und dem Oratorium Voiceless Voice in Hiroshima.Toshio Hosokawa ist verheiratet und lebt heute in Nagano in Japan. Er sagt, in der europäischen Musik sei ein Ton nur ein Teil eines Ganzen, während in der japanischen Musik eine Note eine Landschaft darstelle, es folgt immer auf einen Klang eine Pause, dann wieder ein Klang und eine Pause. Seine Musik charakterisiert er folgendermaßen: Es ist als wenn man langsam durch einen Garten ginge. (Japanische Gärten sind nicht symmetrisch.) Er begann sich nach dem Studium der europäischen Musik für die traditionelle japanische Musik zu interessieren, deren Verständnis er erst durch das Studium in Europa erlangt hatte.

Nicolaus Anton Huber (* 15. Dezember 1939 in Passau) ist ein deutscher Komponist. Nicolaus A. Huber studierte nach dem Abitur von 1958 bis 1962 Schulmusik an der Musikhochschule München, anschließend bis 1964 ebendort Komposition bei Franz Xaver Lehner und 1964 bis 1967 bei Günter Bialas. Von 1965 bis 1966 arbeitete er gemeinsam mit Josef Anton Riedl im Siemens-Studio für elektronische Musik in München. Seine weitere Ausbildung erfolgte bei Karlheinz Stockhausen (Darmstädter Ferienkurse 1967) und vor allem 1967/68 bei Luigi Nono in Venedig. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 2003 war Huber Professor für Komposition an der Folkwang-Hochschule in Essen.

Sakiko Idei wurde in Okayama (Japan) geboren. Sie studierte Pädagogik an der Shimane University und absolvierte ein Masterstudium im Fach Schlagzeug bei Tsuyoshi Yamamoto an der Kyoto City University of Arts. Im Jahr 2007 kam sie im Rahmen eines Kontaktstudiums im Fach Schlagzeug nach Deutschland und studierte bis 2009 bei Prof. Isao Nakamura an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe. Sie musiziert als Solistin sowie in zahlreichen Orchestern und Ensembles unter anderem in Deutschland, Japan, Luxemburg, Schweden und in der Schweiz. Seit 2009 ist sie Lehrbeauftragte für Schlagwerk an der Musikschule des Landkreises Bernkastel-Wittlich und seit 2010 Mitglied im "Percussion Group Karlsruhe" ehemals "Isao Nakamura & Friends".

Ko Ishikawa (Tokyo, 1963) studied Japanese Gagaku music with Mayumi Miyata, Hiddeaki Bunno and Sukeyasu Shiba. Since 1990, he has not only played the sho in Gagaku performances but also in contemporary and experimental music. He has been a member of the Reigakusha Gagaku Ensemble since 1987. Since 2006, he has been a much sought-after performer at prestigious festivals all over the world (Austria, France, Germany, Great Britain, Italy, Japan, Mexico, Portugal, Spain, Sweden, the USA), either as a soloist or with groups in varying line-ups, at Gagaku concerts and contemporary music concerts. Ko Ishikawa is also active as a singer (Gagaku style and contemporary music). He has previously collaborated with composer/performer Antoine Beuger.

Yuji Itoh Born in Nagoya (Japan) in 1956, He completed post-graduate studies in composition and conducting at Tokyo Gakugei University. At University, he studied composition with Satoshi Sumitani, Sessyu Kai, and studied conducting with Eiichi Itoh. At the same time, he attended workshops held at composer Jo Kondo’s house over a year and learned a great deal. He was the member of the composers group "Group For" till 1991. From 1978, his works have been played at the festivals in many cities around the world, for example Tokyo, Bourge, Linz, Senigallia, Salzburg, etc. He produced and supervised many concerts, such as, "A Guide to Better Appreciation of 20th-century Music" (12 concerts in 4years, given by Kodaira City, Tokyo.) "Hommage a Breccia" (24 composers' works with P.A.Breccia’s painting, Tokyo and Kobe, Japan) and others. Since 1999, he has been continuing "YS Project" with the pianist . As of 2006, they have made 27 concerts again in many cities all over the world as Roma, Köln, Paris, Lille, Bremen, Münster, Bucharest, Cairo, Ankara, Istanbul and Tokyo. Those concerts were for introducing Japanese contemporary music and had the collaboration works with the composers around the world. And in 2004, he established the project office nothing but music. He awarded the 2nd prize of "Antonio Manoni prize" (2004,Senigallia: Italy )with his work "A Words in Silence" (for organ and saxophone.) (It is the only competition that he has ever applied.) Also in 2004, he became a member of the jury for "international Composer Competition Città di Udine."

Irene Kurka erhielt ihre Gesangsausbildung an der Musikhochschule München, an der Meadows School of the Arts, SMU, Dallas/U.S.A., und an der University of British Columbia, Vancouver/Kanada. Die vielseitige Sopranistin wurde mit mehreren Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Irene Kurka singt die Sopranpartien der großen barocken Oratorien und Passionen. Auch in der zeitgenössischen Musik ist sie eine gefragte Sängerin. Zahlreiche Komponisten (Eggert, Denhoff, Muntendorf, Kampe, Beuger, Zapf u.a.) schreiben und widmen ihr Stücke, nicht zuletzt für CD- und Rundfunkaufnahmen. Mittlerweile hat sie über 140 Uraufführungen gesungen. Seit 2009 beschäftigt sich Irene Kurka intensiv mit dem Repertoire für Stimme Solo (Nono, Berio, Cage, Lucier, Beuger, Bauckholt u.a.) 2012 veröffentlichte sie in einer CD-Koproduktion mit dem Label Wandelweiser und dem bayerischen Rundfunk Lieder von Hildegard von Bingen und John Cage, bald folgt die CD "Beten" für Stimme Solo. Irene Kurka war als Solistin unter anderem zu Gast bei: Tonhalle Düsseldorf, Kölner Philharmonie, Festival Mecklenburg-Vorpommern, Ungarischer Rundfunk Budapest, Huddersfield Contemporary Music Festival, L'auditori Barcelona, Theater Dortmund, A.DEvantgarde-Festival München, Acht Brücken Festival Köln, Festival Muziek Biennale Niederrhein, scene österreich in nrw, Theater Osnabrück, Globusklänge WM 2006, Ensemblia Mönchengladbach, Randspiele Berlin-Zepernick, MOMENTSMUSICAUX AARAU, Hydra Festival Boston, Oberstdorfer Musiksommer, Greifswalder Bachwoche, Fränkischer Sommer, Neuburger Kammeroper, Bayreuther Barock, Trier OPENING.

Paul Lovens, Schlagzeuger ist als Musiker Autodidakt und spielte, seitdem er 14 Jahre alt war, in Bands, zunächst unterschiedlicher Jazzstile. 1969 konzentrierte er sich auf das freie Spiel. Seit 1970 spielt er kontinuierlich im Trio mit Alexander von Schlippenbach (Piano) und Evan Parker (Saxophon) und im Globe Unity Orchestra. Insbesondere in kleinen Gruppen arbeitet er weiterhin zusammen mit zahlreichen relevanten Musikern der europäischen Freien-Musik-Szene, war aber auch Mitglied des Berlin Contemporary Jazz Orchestra. Er gehörte zur Kernformation der VARIO-Projekte von Günter Christmann. Mit Rüdiger Carl, Hans Reichel und Shelley Hirsch bildete er die September Band. Er erregte im Jahr 2000 auch im Duo mit dem aus Chicago stammenden Ken Vandermark Aufsehen. 1976 gründete er mit Paul Lytton das eigene Schallplattenlabel Po Torch, auf dem bis 1993 veröffentlicht wurde (darunter drei Duo-Alben der beiden Schlagzeuger). Paul Lovens lebt in Aachen und Nickelsdorf.

Bohyun Kim, geboren in Südkorea, studierte Komposition an der Hyosung Frauenuniversität und später an der Busan Universität. Sie erhielt einen Preis für Kammermusik der Seoul Musik Festspiele und den ersten EarPort-Kompositionspreis. Ihre Werke wurden bei zahlreichen Konzerten und Festivals sowohl in Korea als auch im Ausland gespielt, u. a. beim Contemporary Music Festival, Australien, dem International Art Festvial in Busan und den International Music Master Classes Gefis in Griechenland. Zur Zeit unterrichtet sie Komposition an der Busan Universität, der Kyungsung Universität und der Seoul Art University.

Rudi Mahall begann vierzehnjährig Klarinette zu spielen. Beim Studium der klassischen Klarinette setzte er sich mit zeitgenössischer Musik und Improvisation auseinander und wechselte wegen Eric Dolphy auf die Bassklarinette. 1990 wird er professioneller Musiker. Zu den Band-Zusammenhängen, an welchen er beteiligt war oder noch ist, gehören Der Rote Bereich (zunächst mit Frank Möbus, Marty Cook, Jim Black und Henning Sieverts) und Pro Susi, nach dem Umzug nach Berlin 1993 dann Die Enttäuschung (mit u.a. Axel Dörner, Jan Roder)[3] sowie unter anderem Fossile3 (mit Sebastian Gramss) sowie Fusk (mit Kasper Tom Christiansen, Philipp Gropper, Andreas Lang). Er war an mehreren Projekten und CDs mit Aki Takase beteiligt (u.a. über die Musik von Eric Dolphy und Fats Waller) und hat an Alexander von Schlippenbachs Gesamteinspielung des Werks von Thelonious Monk und dem Globe Unity Orchestra mitgewirkt. Darüber hinaus gab er Konzerte mit Conny Bauer, Lee Konitz, Barry Guy, Karl Berger, Paul Lovens, Sven-Åke Johansson, Radu Malfatti, Ed Schuller, Ray Anderson, Kenny Wheeler, Hannes Bauer und vielen anderen. Seit 1999 arbeitet er bei etlichen Projekten mit dem saarländischen Jazz-Posaunisten Christof Thewes zusammen.Mahall ist beim Festival Jazz à Mulhouse aufgetreten, beim Moers Festival, beim JazzFest Berlin, den Leverkusener Jazztagen und bei Jazzfestivals in New York City, Amsterdam, München, Würzburg und Nürnberg. Er hat u.a. Tourneen durch Portugal, Süd- und Ostafrika absolviert.
Rudi Mahall erhielt 2011 den SWR-Jazzpreis.

Olivier Messiaen (*10.12. 1908, Avignon; † 27.4.1992, Paris) gilt als Wegbereiter der seriellen Musik und ist einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er stammte aus gebildeter Familie, der Vater war Englischprofessor und Spezialist für William Shakespeare, die Mutter Dichterin, die dem Sohn ihre musische Begabung mitgab (alle Vokalkompositionen Messiaens beruhen auf eigenen Texten). Er erwies sich als hoch begabt, begann als Elfjähriger seine musikalische Ausbildung am Konservatorium von Paris und gewann im Laufe eines umfassenden Studiums so ziemlich jeden Preis des Instituts, darunter erste Preise in den Fächern Kontrapunkt und Fuge, Klavierbegleitung, Orgel und Improvisation, Schlaginstrumente, Musikgeschichte und Komposition. Zu den wichtigsten Lehrern zählte Paul Dukas und Messiaen selbst fand zunächst in der Kirche La Trinité in Paris eine Arbeit, die seinem Bedürfnis nach Musik und Spiritualität in gleicher Weise entgegen kam. Da wundert weder seine Affinität zu Tasteninstrumenten, noch sein Engagement in musikalischen Gruppen wie "Jeune France", die von Mitte der 1930 Jahre an Musik im Unterschied zum distanzierten Ästhetizismus aus deren Bekenntnischarakter heraus definierte. Messiaens Kunst hatte Kraft und seine Person eine faszinierende Ausstrahlung, eine Kombination, die ihm von 1941 an als Lehrer am Pariser Konservatorium zu einer Art natürlicher Autorität verhalf, die manchem Jungspund von Stockhausen über Boulez bis Xenakis den Weg wies. Olivier Messiaens musikalisches System beruht auf seinen Erfahrungen aus dem Studium der Zahlenmystik, griechischer und indischer Rhythmik, des Vogelgesangs und der intensiven Beschäftigung mit den Werken von Claude Debussy, Igor Stravinsky, Modest Mussorgsky, Alban Berg und der Gregorianik. Er forschte über nicht umkehrbare Rhythmen, die in Umkehrung und Normalgestalt gleich sind, über "Modes", die der Zwölftonmusik ähnlich den Tonraum in Klangverhältnisse teilen, über Tonleitern aus gleich gebauten Gruppen, aber auch über die Übertragung natürlicher Modelle wie der Vogelstimmen auf Musik. Messiaen schrieb hunderte Kompositionen, vor allem Orchesterwerke, Kammermusik, Klavierwerke, Orgelwerke und Vokalmusik. Zu den bekanntesten Stücken gehören die "Tristan-Trilogie", bestehend aus "Harawi, chant d'amour et des morts" (1945), "Cinq rechants" (1948) und der "Turangalîla-Symphonie" (1949, als Ballett 1968), der "Catalogue d'oiseaux für Klavier" (1959), das "Livre d'orgue" (1953), aber auch die Oper "Saint François d'Assise" (1983).

Johanna Meyer wurde 1988 in Ludwigsburg geboren. Sie ist Meisterschülerin von Prof. Johannes Schütz, bei dem sie 2015 an der Kunstakademie Düsseldorf mit Diplom abgeschlossen hat. Sie interessiert sich für die wechselseitige Wirkung von Musik und bildender Kunst. Während ihres Studiums verwirklichte sie verschiedene Projekte mit Kunsu Shim und Gerhard Stäbler, unter anderem an der Tonhalle in Düsseldorf. Als Bühnenbildnerin war sie in verschiedenen Theaterproduktionen tätig - bei den Autorentagen Stück Auf! am Schauspiel Essen als Bühnen- und Kostümbildnerin und am Werk X in Wien als künstlerische Mitarbeiterin von Janina Audick. Seit November 2015 macht sie mit dem chinesischen Sound-, Video- und Performancekünstler Jiang Zhujun ein lang angelegtes Kommunikationsprojekt, wo es darum geht mittels der abstrakten Zeichnung nonverbal zu kommunizieren. AFTERNOONSUN/ YOUR FACE hatte im Sommer 2015 Premiere an der Kunstakademie Düsseldorf und wurde Anfang diesen Jahres in der Kunststation St.Peter in Köln wiederaufgenommen. Es ist die erste eigenständige Produktion von Johanna Meyer in Kooperation mit den Komponisten Stäbler und Shim. 

Annegret Meyer-Lindenberg (Viola):1978 geboren, wuchs Annegret Mayer Lindenberg in Hamburg auf und erhielt im Alter von sieben Jahren ihren ersten Geigenunterricht, wechselte aber schon bald zur Bratsche. Nach dem Abitur machte sie zunächst eine Ausbildung zur Geigenbauerin. Später (2003-2009) studierte sie Musik  mit  Hauptfach  Bratsche  am  Fontys  Konservatorium  Tilburg  (Niederlande),  Bachelor-  und Masterstudium, ihre Dozenten waren hierbei Gisella Bergman und später Garth Knox. Anschließend vertiefte sie  ihre  musikalische  Ausbildung  noch  ein  Jahr  mit  dem  postgraduellen  Studiengang  "Zeitgenössische Kammermusik”  am  Konservatorium  Gent  (Belgien).  Sie nahm  an  diversen  Kursen  und  Festivals  teil,  wie z.B.  den  Darmstädter  Ferienkursen  für  Neue  Musik,  dem  Impuls  Festival  Graz,  Klangspuren  Schwaz,  der Ensembleakademie Freiburg und dem Warschauer Herbst. Außerdem besuchte sie Meisterkurse von Nobuko Imai, Ervin Schiffer, Barbara Maurer, Dimitrios Polisoidis und Francien Schatborn. Annegret ist sehr aktiv auf dem Gebiet der Kammer- und Ensemblemusik, ihr besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen  Musik  und  der  Zusammenarbeit  mit  Komponisten.  Sie  spielt  sowohl  Bratsche  als  auch Viola d’amore. Neben ihrer Tätigkeit als Bratschistin ist Annegret als Geigenbauerin selbständig in Köln.

Karin Nakayama
(Violine) wurde in Tokio geboren, begann ihr Studium 2007 an der Toho Gakuen Musikhochschule in Tokio. 2011 wechselte sie an die Folkwang Universität der Künste Essen, wo sie bei Jacek Klimkiewicz, Erik Schumann und Evgueny Sinaiski studierte und ihr Studium 2013 mit dem Master abschloss. Seit Oktober 2013 studiert sie bei Günter Steinke mit dem Hauptfach Neue  Musik.  Meisterkurse  u.a.  bei  Vadim  Tchijik,  Stephan  Picard,  Radoslaw  Szulc,  Patricia Kopachinskaja u.a. Sie gewann den 2. Preis beim Richard-Bellon Wettbewerb, den 1. Preis beim Internationalen Luigi Nono Wettbewerb in Turin, den 2. Preis bei der OSAKA International Music Competition und den 3. Preis beim Japan Classic Wettbewerb. Außerdem gewann sie den 1. Preis sowie zwei Sonderpreise beim Premio Maria Grazia Vivaldi. Als Stipendiatin nahm sie u.a. an der Lucern  Festival  Music  Academy,  bei  der  Orchesterakademie  Schloss  Esterházy  sowie  bei  der Orchesterakademie des Schleswig Holstein Festival teil.

Hitomi Nakamura studied at the Tokyo University of the Arts and studied hichiriki, koto, Gagaku music and Samai dance with Sukeyasu Shiba and Nagao Okubo.She has been a member of the Reigakusha Gagaku Ensemble since 1986. She played the traditional Gagaku repertoire and modern repertoire at renowned festivals, for instance in Austria, Italy, Japan, Norway, and the USA. She performed the premieres of many contemporary compositions. To promote the performance practice of the hichiriki and develop the performance techniques of the instrument, she initiated the Ashi no Kaze recital series. In 2010, she received the prestigious Matsuo Award for performing artists. In 2005 and recently in 2013, her compositions - in which the hichiriki is at the centre - were released on CD. Hitomi Nakamura has collaborated previously with Joep Dorren.

Arvo Pärt (1935) is one of those composers whose creative output has significantly changed the way we understand the nature of music. Today, he is known for his unique tintinnabuli style, and although his earlier modernist works are perhaps less known to wider audiences, his entire oeuvre has shifted our perception of music.
Regardless of nationality, cultural background or age, many people have been touched and influenced by the timeless beauty and deep spiritual message of Pärt’s music. His works are performed not only in concert halls, but over recent decades also in film, dance and theatre performances, and other multimedia texts.

Daniel Poschta entstammt einer Frankfurter Musikerfamilie, er erhielt seinen ersten Geigenunterricht bei der Mutter. An der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt studierte er bei Prof. Teuchert das Fach Konzertgitarre, sowie Viola bei Prof. Jörg Heyer. Nach einem Praktikum im Rundfunkorchester NDR in Hannover trat er seine feste Stelle als stellvertretender Solobratscher im Philharmonischen Orchester der Stadt Trier an. Sein Hauptbeschäftigung neben dem Beruf als Orchestermusiker liegt vor allem im Bereich der "Neuen Musik"; so gründete er eine Reihe für Jazz und Neue Musik in Trier. Zahlreiche Werke, die er uraufführte, sind ihm gewidmet.

Alwynne Pritchard stammt aus Großbritannien und lebt als Performancekünstlerin und Komponistin in ihrer Wahlheimat Bergen an der Westküste Norwegens. Sie studierte an der Royal Academy of Music in London und wurde an der Universität von Bristol promoviert. Ihre Kompositionen waren bisher in Europa, Amerika und Indonesien zu hören; außerdem arbeitete sie weltweit mit führenden Musikern und Ensembles zusammen. Von 2008 bis März 2014 war sie Künstlerische Direktorin des Borealis Festivals in Bergen und von 2001 bis 2008 unterrichtete sie Komposition am Trinity College of Music in London. Viele Jahre lang ist sie außerdem freischaffende Autorin und Moderatorin für BBC Radio 3. 2015 gründete Alwynne Pritchard zusammen mit ihrem Partner Thorolf Thuestad die Musiktheater-Compagnie Neither Nor. Im Januar 2016 übernahm sie die Künstlerische Leitung des norwegischen Ensembles BIT20. Zur Charakteristik Pritchards und ihrer Kunst schrieb das Magazin "All about Jazz - New York": "... a delivery between that of a rock-music diva and a verbal and physical contortionist..."

Steve Reich, eigentlich Stephen Michael Reich [ɹaɪʃ] (* 3. Oktober 1936 in New York City, New York) ist ein US-amerikanischer Komponist, der vor allem im Bereich der Minimal Music bekannt ist und als einer ihrer Pioniere gilt, obwohl er in späteren Werken vom puren minimalistischen Stil Abstand nimmt. Um 1958 begann Reichs aktive Schaffenszeit: Er beschäftigte sich mit elektronischer Musik und experimentierte eigenständig. Im Sommer 1970 studierte er Afrikanisches Trommeln am Institute for African Studies an der University of Ghana in Accra. Angeregt durch Trommelstudien - unter anderem in Afrika - begann er, in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre kurze Tonfragmente (heute würde man "Samples" sagen) aneinanderzureihen und deren Phasen zu verschieben. Reich verwendete dazu mehrere Tonbandmaschinen (Wollensa(c)k tape recorders). Dies ist in seinen Frühwerken, It's Gonna Rain, Melodica und Come Out zu hören. Diesen Werken folgten Werke für Klavier und elektrische Orgel (Four Organs, Piano Phase).
In den Folgejahren wandte er diese Techniken (s. Phasing) auch in Vokal- und Orchesterwerken an. Populär wurde Reichs Typing music, ein Stück aus seinem Werk "The Cave".

Thor Reinholdtsen, geboren 1972 in Norwegen, studierte an der Norwegischen Musikakademie in Oslo. Von komplexistischen Anfängen entwickelte sich seine Musik in eine extrem performative Richtung, die essayistische Einschübe, Ansprachen des Komponisten an das Publikum, filmische und gestisch-mimische Elemente enthält ("opra"). Er war einer der Initiatoren der zeitgenössischen Musik-Zeitschrift Parergon, an der er bis heute mitarbeitet. Seine Stücke wurden auf zentralen Festivals wie dem Huddersfield Contemporary Music Festival oder den Donaueschinger Musiktagen aufgeführt. Er pflegt enge künstlerische Kontakte mit den Musikern von asamisimasa, plus-minus, Mark Knoop, mit Vegard Vinge und Ida Müller (Volksbühne Berlin).

Moritz Reutlinger erhielt seinen ersten Violoncellounterricht im Alter von sieben Jahren. Im Oktober 1993 nahm er sein Studium mit Hauptfach Cello an der Musikhochschule Hannover bei Prof. F.-J.Sellheim (später bei Prof. K.Heitz) auf. Ein Auslandsjahr führte ihn 1997/98 zu Prof. R. Leopold nach Wien. Internationale Meisterkurse und Wettbewerbe brachten Moritz Reutlinger mit namhaften Cellisten zusammen, darunter Wolfgang Boettcher und Harvey Shapiro. Nach seinem Diplomabschluss 1999 in Hannover mit Auszeichnung folgte eine mehrjährige Tätigkeit als Orchestermusiker, anfangs beim Nationaltheater Mannheim, später am Staatstheater in Oldenburg. Seit 2003 unterrichtet er an verschiedenen Musikschulen in Trier und Umgebung und konzertiert in wechselnden Kammermusikformationen und als Solocellist des Ensemble de la Chapelle Saint-Marc.

Hans Rudolf wurde in Stuttgart geboren, wo er 1998 ein Schlagzeugstudium als
Orchestermusiker und Musikpädagoge bei Prof. Gyula Racz abschloss. Es folgte ein
Aufbaustudium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Prof. Edgar Guggeis und Prof. Rainer Seegers. Nach einem einjährigen Engagement in Bremen wurde er als Solopauker bei den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt engagiert. Konzerttätigkeiten führten ihn unter anderem nach Berlin, Spanien, Ungarn und Japan. Seit 2006 ist er Solopauker und Schlagzeuger im Philharmonischen Orchester der Stadt Trier.

Andrei Simion (Cello): Geboren in Rumänien 1984, begann Andrei Mihai Simions musikalische Laufbahn in  Bukarest.  Nach  zehn  erfolgreichen  Jahren  in  England  and  der  herausragenden Yehudi  Menuhin  School und der Guildhall School of Music and Drama mit Louise Hopkins, führt er sei 2010 sein Studium an der Universität der Künste in Essen bei Prof.Christoph Richter fort.Er spielte live-Radioaufahmen für rumänisch-nationale Musiksender als Teil des "Young Talent" Programms ein und nahm für das rumänische Fernsehen auf. Andrei Mihai Simion wurde der ECO Duchess of Cornwall Award verliehen und wurde bei dem Beethoven Society Wettbewerb mit Auszeichnung geehrt. Neben einigen Stipendien, konnte er auch diverse nationale und internationale Wettbewerbe gewinnen. Außerdem bekam er die Gelegenheit, Meisterkurse mit u.A. Gary Hoffman, Timothy Eddy, Tim Hugh, Frans Helmerson, Charles Medlam, Johannes Goritzki, Sir Peter Maxwell Davis, zu genießen. Auch in zeitgenössischer Musik konnte Andrei Mihai Simion bereits Erfahrung sammeln. Er führte mehrere Werke von jungen Komponisten auf und brachte einige von ihren Kompositionen zur Uraufführung. Er war ebenfalls  eingeladen,  an  der  ersten  Arbeitsphase  der  London  Sinfonietta  Academy  teilzunehmen.  Sein Interesse an zeitgenössischer Musik führte ihn zum
Masterstudiengang "Neue Musik" an der Folkwang UdK und ist seit 2014 Mitglieder im Ensemble CRUSH und noch spielt bei den Dortmunder Symphonikern.

Pinar Esin Savci-Poschta, geboren in Aachen, aufgewachsen in Istanbul, erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von 14 Jahren. Nach ihrem Studium in Istanbul absolvierte sie ein Aufbaustudium  bei Prof. Petru Munteanu in Rostock. Weitere künstlerische Anregungen erhielt sie bei verschiedenen internationalen Meisterkursen, unter anderem bei Geza Kapas an der Franz- Liszt-Akademie in Budapest sowie bei Jean Fournier am Mozarteum Salzburg. Nach Orchesterengagements im Borusan Kammerorchester Istanbul, am Metropoltheater Bremen und der Rheinischen Philharmonie Koblenz spielt sie seit 2002 als festes Mitglied im Philharmonischen Orchester der Stadt Trier.

Fazıl Say kam am 14. Januar 1970 in Ankara zur Welt. Sein Vater ist Ahmet Say, ein türkischer Musikwissenschaftler und Schriftsteller. Mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geboren, wurde Fazıl Say als Kind operiert. Der zuständige Arzt empfahl Fazıls Eltern, ihn ein Blasinstrument erlernen zu lassen, um seine durch die Spalte beeinträchtigte Mundmuskulatur zu trainieren. Seine Eltern schenkten ihm später eine elektronische Orgel, auf der er Mozart- und Beethoven-Sinfonien spielte. Mit fünf Jahren bekam er Klavierunterricht bei einem Schüler Alfred Cortots. 1985 leiteten David Levine und Aribert Reimann einen Workshop in Ankara, wo sie auf Fazıl aufmerksam wurden, der damals Klavier und Komposition am staatlichen Konservatorium studierte. Sie holten ihn 1987 an die Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, wo er bei David Levine das Fach Klavier studierte. Er wechselte 1992 zur Universität der Künste Berlin und studierte dort bis 1995. Während dieser Zeit nahm er an drei Wettbewerben teil, von denen er 1994 die Young Concert Artists International Auditions in New York gewann. Damit begann Says internationale Karriere. Als Pianist spielte er u.a. bei der New York Philharmonic, dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Baltimore Symphony Orchestra, Concertgebouw-Orchester, Philadelphia Orchestra, den Sankt Petersburger Philharmonikern, dem BBC Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France, den Wiener Symphonikern und anderen wichtigen Orchestern auf der ganzen Welt. Als Konzertpianist war er auf Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Klavierfestival Ruhr, dem Rheingau Musik Festival, dem Verbier Festival, dem Montpellier Festival, dem Beethovenfest Bonn zu Gast und bespielte zudem alle bedeutenden Konzerthallen der Welt, so das Concertgebouw in Amsterdam, die New Yorker Avery Fisher Hall, die Suntory Hall in Tokio, die Berliner Philharmonie, den Wiener Musikverein und die Carnegie Hall. In der Saison 2003/04 debütierte Say bei den Salzburger Festspielen, wo er seitdem regelmäßig aufgetreten ist, beim Lincoln Center Festival New York, bei der International Piano Series London und bei der World Piano Series Tokyo. Seit der Saison 2006/2007 ist Say für fünf Jahre einer der beiden Exklusivkünstler des Konzerthauses Dortmund. Radio France ernannte ihn 2003 und 2005 ebenfalls zum "Artist in Residence", auch beim Musikfest Bremen 2005 und bei der Elbphilharmonie in Hamburg 2009/2010 trug er diesen Titel.[1]
Im Bereich der Kammermusik spielt der Pianist mit Musikern wie Yuri Bashmet, Shlomo Mintz und Maxim Vengerov zusammen. Eine Tournee mit Letzterem führte Say 2004 durch Konzerthallen Europas und der USA (u. a. Carnegie Hall). Ein festes Duo bildet er mit der Violinistin Patricia Kopatchinskaja, für die er auch ein Violinkonzert schrieb.Im Dezember 2007 entbrannte eine heftige öffentliche Diskussion in der Türkei und weiteren Ländern Europas, als Say in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung die politische Situation und die Lage der Menschenrechte in der Türkei beklagte und eine Auswanderung in Erwägung zog.[2] Ebenfalls für heftige Diskussionen sorgte seine offen zum Ausdruck gebrachte Ablehnung des in der Türkei bei bestimmten Gesellschaftsschichten populären Arabesk-Pops. Arabesk-Musik sei "eine Last für Intellektualität, Modernität, Führungskraft und Kunst" und weiter: "ich schäme, schäme, schäme mich für das Arabesk-Proletentum beim türkischen Volk"

Sylvia Alexandra Schimag hat sich durch Lesungen mit Texten von unter anderen Ilse Aichinger, Oswald Egger, Gottfried Wanner, Rainer Maria Rilke, John Ashbery, Fernando Pessoa, Emily Dickinson, Lukrez, aus dem Hohelied Salomos, aus dem Avatamsaka Sutra einen Namen gemacht. Sie arbeitet seit Jahren regelmäßig mit Komponisten wie Antoine Beuger, Jürg Frey, Eva-Maria Houben, Radu Malfatti, Michael Pisaro, Craig Shepard, Christian Wolff und Istvàn Zelenka  zusammen, die eigens für sie Werke für Sprechstimme (allein oder in Kombination mit Instrumenten) geschrieben haben. Sie hat als Sprecherin mitgewirkt in Kunstvideoproduktionen wie ParadiseNow! von Andrea Knobloch (2006) und Von Nachfrage, Auftrieb und Abfall. Oder: Die Kehrseite des Mülls. von Joachim Eckl und Kurt Hennrich (2007). 2011 erschien bei Edition Wandelweiser Records ihre Gesamtaufnahme von John Cage’s Empty Words, einem 10-stündigen Stück für Sprechstimme, auf CD.

Kunsu Shim stammt aus Südkorea. In den letzten Jahren entstanden die beiden Orchesterwerke "Atemwende - Stille" und "Steinschlag.Zeit", zahlreiche kammermusikalische Kompositionen und Performances, sowie die Chorwerke "HIER.SEIN" und "Here to me". 2011 erlebte "After a hundred years" für Sopran und Orchester als Auftrag der Essener Philharmonie dort seine Premiere. Im Herbst 2014 standen die Uraufführungen der Orchesterkompositionen "and here again - eine Perlenlandschaft" (Auftrag der Würzburger Philharmoniker und der Kunststiftung NRW) und "UM ZU HÖREN" (Festival ZeitGenuss, Karlsruhe) auf dem Programm. Seit Sommer 2011 arbeitet Kunsu Shim in Düsseldorf und am Niederrhein und gründete zusammen mit Gerhard Stäbler d.ZENT, unter dessen Namen die beiden Komponisten sowohl an der Kunsthalle Düsseldorf wie am Schloss Benrath Konzertreihen und eine Winterakademie für PerformanceMusik initiierten.

Alexander von Schlippenbach, geb. 1938 in Berlin.Nach dem Abitur Kompositionsstudium an der Staatlichen Hochschule fuer Musik in Koeln bei Rudolf Petzold und Bernd Alois Zimmermann. Waehrend des Studiums Pianist in den Jazzensembles von Gunter Hampel und Manfred Schoof.  1966 Gruendung des GLOBE UNITY ORCHESTERS. Seit 1970 Trio mit Evan Parker und Paul Lovens. Duo und Theaterarbeit mit Sven Ake Johansson.Tourneen fuer das Goethe Institut in Europa, Asien, Australien und den USA Rundfunkproduktionen fuer WDR, SDR, SWF, RAI und Rias Berlin.  Zahlreiche Langspielplatten-und CD Veroeffentlichungen bei MPS, CBS, FMP, ECM,ENJA und DISK UNION. 1988 Gruendung des BERLIN CONTEMPORARY JAZZ ORCHESTRA mit der kuenstlerischen Zielsetzung. Neue Werke zeitgenoessicher Jazzkomponisten aufzufuehren und auf Tontraegerzu produzieren. Duo Arbeit mit Sven Ake Johansson, Aki Takase, Tony Oxley und Sam Rivers.  In Zusammenarbeit mit Rudi Mahall und Axel Dörner Auffuehrung und Aufnahme  des Gesamtwerks von Thelonius Monk beim NDR 1999. Preise: "Kunstpreis der Stadt Berlin" (1976),"Schallplattenpreise der UDJ" (1980/1981), "Albert Mangelsdorff Preis" (1994). Preis der Deutschen Schallplattenkritik: "Monks Casino" (2005 / 3 ) SWR Jazz Preis des Jahres 2007

Almut Schmid-Egger, geboren in Garmisch-Partenkirchen, erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von 4 Jahren. Nach dem Abitur absoliverte sie zuerst ein Studium der Ton- und Bildtechnik in Düsseldorf. Hier erhielt sie u.a. in verschiedenen Klavierkammermusikbesetzungen Unterricht bei Prof. Georg-Friedrich Schenck. Danach widmete sie sich im Rahmen der Künstlerischen Ausbildung an der Musikhochschule Freiburg ausschließlich ihrem Hauptfach Violine bei Prof. Latica Honda-Rosenberg.
Schon zu Schulzeiten hatte sie gerne in Symphonieorchestern wie dem Landes- und Bundesjungendorchester musiziert. Nach ihrem Studium spielte sie einige Jahre lang im Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck. Seit 2010 hat sie eine feste Stelle im Philharmonischen Orchester der Stadt Trier.

Gerhard Stäbler, 1949 geboren, lebt als freischaffender Komponist in Düsseldorf und Duisburg. Sein Oeuvre umfasst alle Gattungen. Ur- und Erstaufführungen fanden in den letzten Jahren u.a. in Buenos Aires, Augsburg, Bergen, Bremen, Breslau, Chicago, Dresden, Düsseldorf, Graz, Seoul, Tokio, Karlsruhe, Frankfurt, Kiew, Lviv, Montevideo, Mülheim an der Ruhr, Tilburg, Ulm und beim WDR statt. 2014 schrieb Stäbler vor allem das Musiktheater The Colour und das Projekt ...ausreißen, damit es grün bleibt… für das Festival AchtBrücken Köln 2015. Im Februar davor wurde die Jugendoper SIMON mit großem Erfolg an der Norske Opera in Oslo uraufgeführt. 2015 eröffneten die beiden Komponisten Shim und Stäbler wieder ihr Atelier "EarPort" im Duisburger Innenhafen. Außerdem führten sie im selben Jahr ausgedehnte Konzerttourneen in die USA, nach Uruguay und Argentinien.

Reto Staub (*1979) schloss sein Studium bei Tomasz Herbut an der Hochschule der Künste Bern mit dem Lehr- und Konzertdiplom mit Auszeichnung ab. Zudem erhielt er eine Jazz-Ausbildung bei William Evans und Klarinettenunterricht bei Kurt Weber. 2006 war er Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt mit Unterricht bei Ueli Wiget. Er ist Mitglied von Ensemble Linea, als auch Ensemble PRAESENZ und war mehrere Jahre lang Mitglied von Ensemble Nikel. Es ergaben sich Kooperationen mit KomponistInnen wie Clemens Gadenstätter, Marco Momi, Raphaël Cendo, Philippe Hurel, Stefan Prins, Chaya Czernowin, José M. Sánchez-Verdú, Steffen Krebber u.a., sowie den Tanzgruppen Mamaza und Hermesdance. Reto Staub spielt auch leidenschaftlich gerne frei-improvisierte Musik, beispielsweise mit Ensemble 5. Ihre Musik ist bereits auf drei CDs dokumentiert (Leo Records). Während den letzten Jahren spielte er in verschiedenen Projekten u.a. zusammen mit Lucas Niggli, Christian Weber, Alfred Zimmerlin, Frantz Loriot, Oliver Roth, Jonas Labhart, Michael Wertmüller, Marino Pliakas, Marco von Orelli, Julian Sartorius, Johnny La Marama, Michi Stulz, Martin Wyss. Von der Band Humour’s Humidity erschien 2008 eine CD bei Unit-Records. Er wirkte mit bei mehreren Projekten und Uraufführungen in verschiedenen Ländern West- und Osteuropas, in Kanada, Brasilien, Japan, Kuwait, Südkorea, Israel und den USA und war beteiligt an Konzerten, die im Rahmen von Festivals wie dem 30. Konstanzer Jazzherbst 2009, Wien Modern, Klangspuren Schwaz, Champs Libre Strasbourg, Musica Festival Strasbourg, Festival Darmstadt, Donaueschinger Musiktage, Warschauer Herbst, Contempuls Prag, Ultraschall Berlin, Tzlil Meudcan Tel Aviv, stattfanden.

Melinda Stocker, geboren 1983 in Winterthur, absolvierte    zunächst ihr    Bachelor of Music    an der    University of    Queensland    in Brisbane. Weitere Studien folgten bei Ingolf Turban in Stuttgart,    Zakhar Bron    in Köln und Rainer Schmid in Basel. Regelmäßige Konzerte als    Solistin und Kammermusikerin führten Melinda Stocker nach Spanien Australien, Deutschland, Malaysia und Großbritannien. 2009 gab sie die    australische Uraufführung    von Fazil Says Sonate für    Violine und Klavier in Brisbane. Im folgenden Jahr nahm sie am Lucerne Festival Academy unter der künstlerischen Leitung  von Pierre Boulez teil. Melinda Stocker ist Mitglied des Kammerorchesters Camerata Zürich und spielt außerdem als Aushilfe im Tonhalle-Orchester Zürich, Zürcher     Kammerorchester, Winterthurer    Musikkollegium und    Spira Mirabilis. Während der Saison 2012/13    hatte sie einen Zeitvertrag als 1. Violine beim TonhalleOrchester Zürich.   

Igor Strawinsky wurde in Oranienbaum in der Nähe von Sankt Petersburg in Russland geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er unter dem Einfluss seines Vaters. So studierte er wie dieser ebenfalls zuerst Rechtswissenschaften in St. Petersburg mit Abschluss 1905,war dann aber Schüler bei Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow. Im Jahr 1906 heiratete er die ebenfalls aus Russland stammende Jekaterina Nossjenko, mit der er vier Kinder hatte . Sie war Studentin an der Akademie Colarossi in Paris gewesen, wo sie ihre "große Zeichenbegabung" ausbilden ließ. 1923, zur Aufführung von Strawinskys les Noces "Bauernhochzeit" illustrierte sie den Text zur Komposition mit "hübschen Aquarellen mit den kräftigen Farben". Dass er sich in der verhältnismäßig restriktiven Umgebung seiner Jugend eine intakte Persönlichkeit bewahrte, gründet sich auf seinen unstillbaren Entdeckerdrang, der sein ganzes Leben lang anhielt. Er legte ein unermüdliches Verlangen an den Tag, über Kunst, Literatur und das Leben selbst zu lernen und zu forschen. Seine russische Vergangenheit mit dem nach innen gerichteten Kulturleben, was eingeschränkt und provinziell auf ihn wirkte, erhöhte sein Verlangen nach der Außenwelt. 1910 reiste er erstmals nach Paris, dort wurden die Ballette Der Feuervogel (1910) und die Nachfolgewerke Petruschka (1911) und Le sacre du printemps (1913) aufgeführt. Seit 1920 lebte Strawinsky vorwiegend in Frankreich; 1934 wurde er französischer Staatsbürger. Er machte drei Amerikareisen: 1925, 1935 und 1937.[6] 1939 starb seine Frau, mit der er zwei Söhne und zwei Töchter hatte. Kriegsbedingt verließ er Frankreich und begab sich 1940 endgültig nach Amerika, dort heiratete er die Malerin Vera Soudeikina de Bosset. Für den Rest seines Lebens unterstützte ihn seine zweite Gattin zunehmend in der zunächst fremden Umgebung, es existieren zahlreiche Geschichten über ihre unermüdlichen Bemühungen um sein Wohlergehen und die Ruhe, die er zum Komponieren benötigte. Zwar hatte sich Strawinsky an das Leben in Frankreich gewöhnt, aber mit 58 Jahren nach Amerika auszuwandern war eine andere Angelegenheit, auch wenn er bereits 1946 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft erwarb. Eine Zeit lang unterhielt er einen Freundeskreis aus ausgewanderten russischen Freunden und Kontakten. Letztendlich erkannte er aber, dass dies sein künstlerisches und berufliches Leben in den USA nicht würde unterstützen können. Als er mit W. H. Auden eine Oper plante, traf die Notwendigkeit, mehr Vertrautheit mit der englischsprechenden Welt zu gewinnen, mit dem Erscheinen des Komponisten und Musikers Robert Craft zusammen. Dieser blieb bis zu seinem Tod bei Strawinsky und fungierte als sein Übersetzer, Chronist, assistierender Dirigent und Faktotum für unzählbare musikalische und gesellschaftliche Aufgaben. Mit Ernest Ansermet verband Strawinsky eine intensive Arbeit an seinem Werk: Der schweizerische Dirigent leitete zwischen 1918 und 1930 sieben Uraufführungen für Strawinsky. Strawinskys Hinwendung zur Zwölftonmusik ab 1952 allerdings betrachtete er kritisch in Die Grundlagen der Musik im menschlichen Bewusstsein. Igor Strawinsky starb am 6. April 1971 in New York; Totenmesse und Beisetzung erfolgten auf Wunsch des Komponisten in Venedig.

Yoshihisa Taira (  * 3. Juni 1937 in der Präfektur Tokio; † 13. März 2005 in Paris) war ein in Frankreich lebender japanischer Komponist. Taira studierte an der Universität der Künste Tokio und arbeitete zunächst als Jazz-Pianist. 1966 siedelte er nach Paris über und studierte am Conservatoire de Paris bei André Jolivet, Henri Dutilleux und Olivier Messiaen. Für seine Kompositionen wurde er u.a. mit dem Premier Prix Lily Boulanger (1971), dem Grand Prix de Composition der SACEM (1974) und dem Prix Florent Schmitt der Académie des Beaux-Arts ausgezeichnet. Er unterrichtete an der École Normale de Musique de Paris. Zu seinen Schülern gehört die japanische Komponistin Malika Kishino. Die Musik Tairas wird - wie die Kompositionen vieler asiatischer Komponisten - in Europa und Amerika oft etwas pauschalisierend mit Fokus auf die Tradition gesehen, wie folgende Beschreibung zeigt:"Taira bewahrt in seiner Musik eine Balance zwischen traditioneller, traditionell japanischer und westlicher Gegenwartsmusik und -ästhetik. Sein Gebrauch von Zeit und Raum, Klanglichkeit, Lyrismus und Stille ebenso idiomatische Elemente wie präzise Artikulation, abrupte Kontraste der Dynamik und der Gebrauch von Glissandi wurzeln in der traditionellen japanischen Kunst und sind mit der modernen französischen Ästhetik verschmolzen."

Lukas Tobiassen, 1987 geboren, bekam 1995 bis 2002 Klavierunterricht beim Cembalisten Bernward Lohr und von 2004 bis 2008 Klavier- und Kompositionsunterricht beim Komponisten Pervez Mirza. Er studiert seit 2008 elektronische Komposition bei Thomas Neuhaus am ICEM / Institut für Computermusik und elektronische Medien und instrumentale Komposition bei Günther Steinke an der Folkwang Universität in Essen. Seine Kompositionen wurden unter anderem auf Festivals in Rom (Emufest) und Peking (Musicacoustica Beijing) gespielt. Das künstlerische Schaffen von Lukas Tobiassen umfasst vor allem die instrumentale und elektronische/algorithmische Komposition aber auch Filmmusik und Sounddesign. Darueber hinaus spielen interdisziplinäre Arbeiten eine große Rolle, zu ihnen gehören Zusammenarbeiten mit Künstlern aus den Bereichen Fotografie, Industriedesign, Kommunikationsdesign sowie Choreographie und Tanz.

Jan-Filip Ťupa, geboren 1980 in Recklinghausen DE in einer tschechischen Musikerfamilie, spielt seit seinem fünften Lebensjahr Cello. Er studierte bei Claus Reichardt an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf und bei Raphael Wallfisch an der Guildhall School of Music & Drama in London. Zu seinen Lehrern gehören auch Janos Starker, Bernard Greenhouse, Gary Hoffman und Christophe Coin. Seit einigen Jahren wächst Jan-Filips Leidenschaft für neue Musik stetig. In der Saison 2006/2007 war er Stipendiat der Kunststiftung NRW in der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Seitdem spielt er regelmäßig als Gastmusiker mit Ensemble Modern und musikFabrik, unter anderem in Produktionen für den hessischen Rundfunk und den WDR. Der tschechische Rundfunk sendete in der European Broadcasting Union die live-Übertragungen der tschechischen Erstaufführung von Henri Dutilleuxs Cellokonzert "Tout un monde lointain...".
Neben seiner Leidenschaft für die Moderne widmet sich Jan-Filip selbstverständlich auch älterer Musik.

Mami Tsunoda was born in Kumamoto. She studied transverse flute at the Tokyo Conservatory of Music in Ikebukuro, and later studied ryuteki with Sukeyasu Shiba. Since 1990, she has been a member of the Reigakusha Gagaku Ensemble. She, too, plays both the Gagaku repertoire as well as contemporary music. In addition to Gagaku tours that took her to France, Japan and the USA, she played contemporary music at various festivals for modern music, including festivals in Donaueschingen, Vienna, Oslo and Milan. She played the ryuteki in the music Maki Ishii composed for Kaguyahime, Jiri Kylian’s ballet for the Nederlands Dans Theater in 1994. In addition to her concert practice, Mami Tsunoda gives music workshops and musical lectures for students in secondary education.

Hasan Uçarsu wurde im Jahr1965 in Istanbul geboren. Er studierte Komposition bei Ahmed Adnan Saygun und Cengiz Tanç am Staatlichen Konservatorium an der Mimar Sinan Universität in Istanbul, wo er 1990 und 1992 seine Bachelor und Masterabschluss in Komposition ablegte. Ab 1991 arbeitete er als Lehrbeauftragter an der selben Universität bis weiterführende Studien seinen Weg nach Amerika führten, wo er an der Universität von Pennsylvania im May 1997 bei Georg Crumb und Richard Wernink seinen Doktortitel erwarb. Danach hat er seine Tätigkeit als Dozent für Komposition an der Mimar Sinan Universität in Istanbul wiederaufgenommen . 2007 wurde er als Gastprofessor an die Universität von Memphis berufen, nach seiner Rückkehr wurde er 2009 Professor an der Mimar Sinan Universität. Er wurde in nationalen und internationalen Komissionen engagiert. Seine Musik wurde vielfach ausgezeichnet und auf internationalen Festivals und Konzerten aufgeführt und auf CD produziert.

Anton Webern (* 3. Dezember 1883 in Wien; † 15. September 1945 in Mittersill, Salzburg, Österreich; vollständiger Name: Anton Friedrich Wilhelm von Webern; das "von" musste er 1919 aufgrund des Adelsaufhebungsgesetzes vom 3. April 1919 ablegen) war ein österreichischer Komponist und Dirigent. Als einer der ersten Schüler von Arnold Schönberg gehörte er zum inneren Kreis der Wiener Schule.
Webern, Sohn von Karl Freiherr von Webern, einem erfolgreichen Bergbauingenieur, wuchs in Graz und Klagenfurt auf. Die Familie war 1574 in den Adelsstand erhoben worden. Durch seine Mutter erhielt Anton Webern früh Klavierunterricht, später erteilte ihm Edwin Komauer Privatunterricht in Musiktheorie, außerdem erlernte Webern das Violoncello-Spiel. Von Herbst 1902 bis 1906 studierte er an der Universität Wien Musikwissenschaft. Er promovierte dort mit einer Edition des Choralis Constantinus II von Heinrich Isaac, die 1909 als Band 32 der Denkmäler der Tonkunst in Österreich erschien.Von 1904 bis 1908 erhielt Webern Kompositionsunterricht von Arnold Schönberg.In den folgenden Jahren arbeitete Webern zeitweise als Kapellmeister in Bad Ischl, Teplitz, Danzig, Stettin und Prag - eine Tätigkeit, über die er in vielen Briefen klagte. Nach dem Ersten Weltkrieg war Webern ua. Leiter des Wiener Schubertbundes (bis 1922), der Wiener Arbeiter-Sinfoniekonzerte sowie Chormeister des Wiener Arbeiter-Singvereins. 1927 wurde er ständiger Dirigent beim österreichischen Rundfunk. 1924 und 1932 erhielt Anton Webern den Musikpreis der Stadt Wien. Er gab Gastspiele in der Schweiz, in England, Spanien und Deutschland. Weberns Verhältnis zur NS-Ideologie und zum NS-Staat ist in der Forschung umstritten. "Ungeachtet partieller Übereinstimmungen mit dem 'Nationalsozialismus' hatte (und wollte) er nach dem Anschluss Österreichs 1938 als 'Kulturbolschewist' keine Chance im offiziellen Musikleben", schreibt das Lexikon Komponisten der Gegenwart. Ab 1939 stellte er für die Universal Edition Klavierauszüge her und zog sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Eine authentische Sicht auf den Komponisten in dieser Zeit geben die Erinnerungen Karl Amadeus Hartmanns, der Webern im November 1942 in Maria Enzersdorf bei Wien besuchte, um Unterricht zu nehmen. Am 15. September 1945 wurde Anton Webern in Mittersill bei Zell am See von einem US-amerikanischen Soldaten versehentlich erschossen. Während einer Razzia im Haus Weberns -sein Schwiegersohn wurde des Schwarzmarkthandels verdächtigt- trat Webern vor die Tür, um eine Zigarre zu rauchen, und stieß mit einem der Soldaten, die das Haus umstellt hatten, zusammen, woraufhin die tödlichen Schüsse fielen.






Presse

nmz 4/16
Provinz lebt, wenn sie schöne Nebenwege hat >>
Das Opening-Festival Trier als Werkstatt betrachtet
von Georg Beck


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Klangkunst auf Sockeln: Opening 16 - Festival in der Tufa Trier lädt in die Welt der Töne ein
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